Aktien
Dividendenpapiere sind der größte Verlierer der neuen Steuer: Ab 2009 greift der Fiskus auch dann zu, wenn Kursgewinne nach der bislang geltenden einjährigen Spekulationsfrist eingefahren werden. Das heißt, dass die Aktie für langfristig orientierte Anleger an Attraktivität einbüßt. Denn für alle ab 2009 gekauften Papiere greift die Abgeltungssteuer von 25 Prozent zusätzlich Solidaritätszuschlag sobald Kursgewinne beim Verkauf anfallen - unabhängig von der Haltedauer. Grund genug also, vor Einführung der Steuer das eigene Depot noch einmal zu durchforsten, um letztmalig in den Genuss der Steuerfreiheit für über einjährige Veräußerungsgewinne zu kommen. Was vor allem stimmen sollte, ist die Qualität der Aktien: Welche Titel sind auf Sicht vieler Jahre oder gar Jahrzehnte aussichtsreich?
Halbeinkünfteverfahren entfällt
Noch eine weitere Änderung wird es geben: Das so genannte Halbeinkünfteverfahren entfällt. Musste bislang nur die Hälfte der Dividenden mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden, müssen Ausschüttungen künftig voll versteuert werden. Aktien von Unternehmen, die üppige Dividenden ausschütten, könnten deshalb in Mitleidenschaft gezogen werden.
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