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Krisengewinnler: Zocker

10.02.2008, 14:56 Uhr

Den richtigen Riecher muss man haben. So wie John Paulson. Dem 51-Jährigen gehört eine New Yorker Investmentfirma, die rund 23 Milliarden Dollar verwaltet. Schon Mitte 2006 sah Paulson die Kreditkrise voraus - und wettete konsequent gegen den Markt. Während andere Anleger massenweise Wertpapiere kauften, die durch billige Hypothekenkredite gesichert waren, spekulierte Paulson auf einen Zusammenbruch des Immobilien-Booms. Und er behielt Recht.

Seine verschiedenen Fonds legten bis Ende September um 340 Prozent zu. Die Finanzagentur Agentur Bloomberg bezifferte Paulsons Gewinn auf 2,7 Milliarden Dollar. In einem Anlegerbrief erklärte er seine Strategie: nicht auf Rating-Agenturen hören, sondern selber nachrechnen. Eine Selbstverständlichkeit, die so manche Bank ignoriert hatte. Im Oktober hat Paulson übrigens 15 Millionen Dollar gespendet. Das Geld ging an eine Organisation, die sich um die Opfer der Kreditkrise kümmert.

Noch mehr Rendite als Paulson hat Andrew Lahde geschafft. Der Hedge-Fonds-Manager war überzeugt, dass die Geschäfte mit den weiter gereichten Krediten nicht gut gehen konnten. Das Geld seines Fonds Lahde Capital setzte er auf sinkende Kurse - und gewann. Die Rendite im vergangenen Jahr: satte 1000 Prozent.


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