18.04.2011, 13:05 Uhr | AFP, oca
Deepwater Horizon im Golf von Mexiko im April 2010 (Foto: imago) (Quelle: imago)
Die Ölbohrfirma Transocean war im April 2010 am Untergang der Bohrplattform "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko beteiligt. Manager des Schweizer Unternehmens Transocean wollen umstrittene Bonuszahlungen nun den Opfern des Unglücks zur Verfügung stellen. Konzernchef Steven Newman und vier weitere Manager würden Bonuszahlungen für das Jahr 2010 in Höhe von mehr als 250.000 Dollar (175.000 Euro) in einen Hilfsfonds einzahlen, teilte das Unternehmen mit. Bei der Explosion der vom Energiekonzern BP betriebenen Plattform waren elf Arbeiter, darunter neun Transocean-Mitarbeiter, ums Leben gekommen.
Am Freitag war bekannt geworden, dass Transocean seinen Managern die Bonuszahlungen erhöht hatte, weil 2010 das "beste Jahr" hinsichtlich der Sicherheit gewesen sei. Am Dienstag bedauerte der Konzern diese als unangemessen bewertete Entscheidung. "Wir entschuldigen uns aufrichtig und bedauern die Auswirkung dieser Angelegenheit auf die gesamte Transocean-Familie", erklärte Konzernchef Newman.
Die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" war im April vergangenen Jahres im Golf von Mexiko explodiert. Da das Leck in der Tiefe nur schleppend repariert werden konnte, strömten fast fünf Millionen Barrel Öl ins Meer. Das Unglück gilt als der schwerste Ölunfall weltweit. Aus Sicht von Transocean ist der Betreiber BP allein verantwortlich dafür, der Energiekonzern bezeichnete hingegen Plattformeigner Transocean und das für die Zementierung der Ölquelle zuständige Unternehmen Halliburton als Mitschuldige.
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Quelle: AFP
siggi schrieb:
am 6. April 2011 um 13:03:50
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Provisionen.
Bonizahlungen müssten verboten werden. Wenn ein Manager sein Unternehmen schadet,muss er dafür haften,so sollten die Verträge
laufen.
Das muss auch für die Aktionäre gelten,denn immer nur kassieren auch im Falle einer Pleite ist Sittenwiedrig.
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Deppendorfer schrieb:
am 6. April 2011 um 09:55:04
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Verharmlosungstaktikenm und Reinwaschung
Immer und überall dieselbe Schmierenkomödie ! Erst kassieren sie trotz der Katastrophen, für die
sie (mit)verantwortlich sind, immense Einkommen und Boni und dann präsentieren sie sich der Welt als herzensgute Samariter. Wieviel weniger Wohlstand und Luxus bedeutet das für diese Raffgiergilde, die weltweit Millionen Menschen in den Ruin stürzt oder vergiftet ? Scheinheiliges Selbstbeweihräucherungstheater der übelsten Machart !
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PDW schrieb:
am 6. April 2011 um 09:10:34
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Boni für Betroffene
Wie großzügig!Keiner berichtet mehr über die Umweltschäden. Ist nun alles OK?
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