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Amerikas Superreiche stolpern über die Krise
05.10.2009, 12:35 Uhr | AFP, dpa
Forbes-Ranking: Bill Gates bleibt der reichste Amerikaner (Foto: imago) Die Krise macht auch vor dem Geldbeutel der US-Superreichen nicht halt. So versenkten die 400 reichsten Amerikaner binnen eines Jahres insgesamt 300 Milliarden Dollar, wie das US-Magazin "Forbes" berichtet. Dass der Geldadel dennoch nicht am Hungertuch nagt, zeigen die Top Ten der reichsten Amerikaner. Nach wie vor dominiert den illustren Club der Dollar-Milliardäre der Microsoft-Gründer Bill Gates. Dagegen musste die Investmentlegende Warren Buffett kräftig bluten.
Gates weiter vor Buffet
Buffett verlor im Zuge der Krise zehn Milliarden Dollar. Dem Geschäftsmann blieb aber immer noch ein Vermögen von 40 Milliarden Dollar, damit kam er auf Rang zwei der Reichstenliste. Bill Gates verfügt dagegen 50 Milliarden Dollar und verteidigte damit unangefochten die Spitze. Rang drei ging an den Gründer des Software-Konzerns Oracle, Lawrence Ellison, der 27 Milliarden Dollar sein Eigen nennen kann. Als einziger Politiker schaffte es New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg unter die Top Ten. Bloomberg verlor in den vergangenen zwölf Monaten zwar 2,5 Milliarden Dollar, es blieben ihm aber immer noch 17,5 Milliarden Dollar.
Wenig Veränderungen an der Spitze
Die Liste der Top Ten blieb trotz Verlusten von zusammen etwa 15 Prozent in der Rangfolge weitgehend unverändert. Nach Gates, Buffett und Ellison folgen auf den Plätzen vier bis sieben Mitglieder der Walton-Familie, der die weltweit tätige Einzelhandelskette Wal-Mart gehört. Auch in den Top-Ten: Die Chemie-Titanen Charles und David Koch (Koch Industries Inc.) mit jeweils 16 Milliarden Dollar.
Krise kennt nur wenige Gewinner
Zusammengerechnet fiel das Vermögen der 400 reichsten US-Bürger laut "Forbes" von 1,57 Billionen Dollar innerhalb eines Jahres auf 1,27 Billionen Dollar. 32 Super-Reiche, die noch im vergangenen Jahr auf der Liste verzeichnet waren, schafften es in diesem Monat nicht mehr unter die Top 400 - unter ihnen der wegen eines Milliardenbetrugs angeklagte Investor Allen Stanford. Nur 28 der aufgelisteten Reichen konnten ihr Vermögen seit 2008 vergrößern. Laut "Forbes" war es überhaupt erst das fünfte Mal seit 1982, dass das Vermögen der Top 400 insgesamt an Wert verlor.
Facebook-Gründer wird immer reicher
Ein klarer Gewinner ist der erst 25-jährige Gründer des Online- Netzwerks Facebook,
Mark Zuckerberg. Sein geschätztes Vermögen legte um 500 Millionen auf nun zwei Milliarden Dollar zu. Der jüngste unter den reichsten Amerikanern sprang dadurch vom 321. Rang auf Platz 158. Das größte Plus machte der texanische Bankier Andrew Beal: Er konnte durch geschickte Ankäufe zu Beginn der Marktturbulenzen sein Vermögen auf 4,5 Milliarden Dollar verdreifachen.
Quelle: t-online.de
, dapd
, dpa