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Industriestaaten wollen wegen Schuldenkrise intervenieren

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Börsenabsturz: Industriestaaten wollen intervenieren

08.08.2011, 12:18 Uhr | dpa-AFX

Die Börsen stürzen weltweit ab, die USA verlieren ihr Toprating und der Welt droht eine neue Wirtschaftskrise: Angesichts der dramatischen Lage auf den Weltmärkten wollen die größten Industriestaaten intervenieren. So bekannten sich die Finanzminister der G7 zu ihrer Verantwortung für stabile Aktienmärkte.

Märkte müssen funktionieren

Die G7 würden bei Bedarf "koordiniert eingreifen", um Liquidität zu sichern und um das Funktionieren der Finanzmärkte zu unterstützen, heißt es unter anderem in einer am Morgen in Tokio verbreiteten gemeinsamen Erklärung. Wie Japans Finanzminister Yoshihiko Noda erklärte, hatte er kurz vor Handelsbeginn an der Tokioter Börse mit seinen Kollegen telefoniert.

Die Minister vereinbarten zudem, dass sie in den kommenden Wochen weitere Stabilisierungsmaßnahmen erörtern wollten. "Wir bleiben in den kommenden Wochen in engem Kontakt werden entsprechend kooperieren, bereit zum Eingreifen, um Stabilität und Liquidität der Finanzmärkte zu sichern", heißt es in der Erklärung weiter. Die Finanzminister und Zentralbankchefs der G7 seien sich einig, dass eine übermäßige Unbeständigkeit der Märkte die Weltwirtschaft gefährden könne. Zur G7 gehören Japan und die USA, sowie Deutschland, Italien, Großbritannien, Frankreich und Kanada.

EZB will Anleihen aufkaufen

Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die europäische Schuldenkrise, über deren Bewältigung nur knapp drei Wochen nach dem jüngsten Euro-Krisengipfel schon wieder heftig gestritten wird. Dort signalisierte jedoch die Europäische Zentralbank am Sonntagabend den Ankauf von spanischen und italienischen Staatsanleihen. Die EZB wolle ihr Anleihenkaufprogramm "aktiv umsetzten", teilte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet mit.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde begrüßte die Ankündigungen von EZB und G7. Diese Zusammenarbeit werde dazu beitragen, das Vertrauen an den Finanzmärkten zu erhalten und das globale Wirtschaftswachstum anzukurbeln, erklärte Lagarde im Hinblick auf die Gespräche innerhalb der G7. Sie begrüße die Erklärungen der EZB, von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy sowie der G-7, gemeinsam alle notwendigen Schritte zu ergreifen, um Stabilität und Liquidität an den Finanzmärkten zu sichern.

Die rasche Umsetzung der beim jüngsten Euro-Krisengipfel im Juli gefassten Beschlüsse sowie des vom US-Kongress gefundenen Kompromisses zur Senkung des US-Defizits seien weitere "entscheidende Elemente für die Finanzstabilität", erklärte die IWF-Chefin.


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Quelle: dpa-AFX , AFP , t-online.de

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Kommentare (10)

zum Forum

Thema: " Industriestaaten wollen wegen Schuldenkrise intervenieren"

ostfriese schrieb: am 8. August 2011 um 20:11:25
(0) (0) Kapitalismus
Wir können nur in einem Sozialstaat leben, wenn wir Schulden machen. Soziale Marktwirtschaft, dass ich nicht lache. Schulden
und Schulden und dann wird das Geld entwertet. Einfach und simpel. Doe reichen werden verlieren. Das ist gut so. Nur raffen raffen raffen
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Investor schrieb: am 8. August 2011 um 12:56:27
(0) (0) Tea party
Jetzt bekommt Obama die Mittel an die Hand, seine Vorschläge durchzusetzen. Mit einer angemessenen Steuererhöhung und dem
Verschliessen von Steuerschlupflöchern darf nicht mehr gewartet werden. Das gilt auch für die BRD, wenn die Kanzlerin die Signale hört. Die starken Schultern müssen ein Teil der Schuldenlast übernehmen. Schreibt das euren Abgeordneten!
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aldi01 schrieb: am 8. August 2011 um 12:45:00
(0) (0) was soll der Blödsinn?
wer jetzt verkauft verliert. Leider muss man diese Chrashs aussitzen. Bei guten Aktien gibt es auch gute Renditen.
Also abwarten, das nächste Börsenhoch kommt bestimmt und das zahlen dann die Goldkäufer von heute.
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