
28.02.2011, 11:03 Uhr | Spiegel Online
Ein 150.000 Euro teures Geschenk wird zum Problem für den früheren Karstadt- und Arcandor-Boss Thomas Middelhoff. Nach "Spiegel"-Informationen ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Es geht um eine Festschrift für einen ehemaligen Bertelsmann-Chef.
Ex- Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kommt wegen einer Festschrift, die sein Unternehmen kurz vor der Pleite bezahlen musste, immer stärker in Bedrängnis. Seit kurzem ermittelt die Bochumer Staatsanwaltschaft wegen des 150.000 Euro teuren Geschenks, das Middelhoff Ende 2008 seinem früheren Ziehvater beim Bertelsmann-Konzern, Mark Wössner, überreicht hat. Anlass war Wössners 70. Geburtstag.
Den Strafverfolgern liegt dazu ein Brief vor, den Middelhoff am 13. Januar an den Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg geschickt hat. Kurz zuvor hatte Görg mit einer Zivilklage die rund 150.000 Euro zurückgefordert. Middelhoff erklärte in dem Schreiben, er habe mit der Festschrift die Geschäftsbeziehung zwischen Arcandor und der Bertelsmann-Druckereisparte stärken wollen. Gleichzeitig räumte der Ex-Arcandor-Chef aber ein, dass er die Festschrift privat hätte zahlen müssen. Erst jetzt habe er festgestellt, dass er tatsächlich die Summe nicht beglichen habe.
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Vor wenigen Tagen hatte Middelhoff gegenüber Medien argumentiert, die Kostenübernahme durch Arcandor sei rechtens gewesen. Schließlich sei das Buch im Rahmen einer Arcandor-Präsentation überreicht worden, rein dienstlich. Doch an eine Arcandor-Präsentation können sich Teilnehmer der Geburtstagsveranstaltung im österreichischen Kitzbühel nicht erinnern. Auf einer an Middelhoff privat adressierten Rechnung, die er an Arcandor weitergereicht hatte, notierte ein Konzernmitarbeiter später: "Herr Middelhoff, die Rechnung kann von der Buchhaltung (erwartungsgemäß) leider nicht beglichen werden, weil sie auf Sie privat ausgestellt ist. Ich weiß mir auch keinen Rat mehr." Bezahlt hat Arcandor trotzdem.
Middelhoffs Anwalt teilte mit, "dass in mehrfacher Hinsicht ein Arcandor-Bezug gegeben war". Dies betreffe "insbesondere den Teilnehmerkreis, zu dem Führungskräfte von Arcandor, Quelle sowie Angehörige von Lieferanten, Beratern und Finanzdienstleistern" gehört hätten.
Quelle: Spiegel Online , t-online.de
Heinz-Jürgen schrieb:
am 27. Februar 2011 um 13:09:35
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Als Betroffener der Arcandor-Pleite ...
die von ihm selbst hausgemacht war, wünsche ich Herrn Middelhof alles schlechte der Welt. 20 Jahre
arbeitete ich mit vielen Kollegen bei Hertie-Karstadt-Arcandor und bekamen dann einen Tritt. Sein Werdegang heißt kriminelle Wirtschaftsvernichtung, denn wo er seine "Arbeit" aufnahm, sah man nach kurzer Zeit der Pleite entgegen. Wo er anfängt, folgt die Pleite.
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Dr. Saubermann schrieb:
am 27. Februar 2011 um 12:50:22
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Middelhof mit kurzem Gedächtnis:
" ... aber ein, dass er die Festschrift privat hätte zahlen müssen. Erst jetzt habe er festgestellt, dass
er tatsächlich die Summe nicht beglichen habe. (lt. T-o-Bericht). Kein Wunder, wenn man so viele Millionen eingeheimst hat, kann man schon mal vergessen, 150.000 aus eigener Tasche zu zahlen. Dieser Mann, der Arcandor, der die Karstadthäuser an eine Immobilienfirma verkaufte, an der er selbst beteiligt war, um dann die Häuser zu horrenden Mieten an Karstadt zu vermieten. Teufel im Frack!
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Akkiman schrieb:
am 27. Februar 2011 um 11:54:33
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Middelhoff
und? Was soll denn schon dabei rauskommen? Seine Anwälte werdens schon richten und ihm den A**** retten.
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