17.02.2010, 09:55 Uhr | Financial Times Deutschland
Daten von 1500 Steuerhinterziehern wurden zum Kauf angeboten (Foto: Imago)Das Szenario erinnert an die Liechtenstein-Affäre: Erneut will offenbar ein Informant geheime Daten herausgeben und dafür Millionen kassieren. Zahlreiche deutsche Steuersünder könnten Ärger bekommen.
Zahlreiche Steuersünder aus Deutschland mit einem Konto in der Schweiz müssen sich möglicherweise auf Strafverfahren einstellen. Ein Informant habe der deutschen Finanzverwaltung die Daten von 1500 Kapitalanlegern angeboten, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Mann verlange 2,5 Millionen Euro. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe noch nicht entschieden, ob er sich auf den Handel einlasse. Im Ministerium war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.
In der Liechtenstein-Affäre, in die unter anderem der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel verstrickt war, hatte der Bundesnachrichtendienst rund fünf Millionen Euro für Daten von Steuersündern bezahlt. Das wurde in der Öffentlichkeit stark kritisiert. Laut dem Bericht übergab der Informant den Steuerfahndern Testmaterial. Die Überprüfung dieser Stichprobe ergab demnach: In jedem der fünf Fälle wäre eine Steuernachzahlung von jeweils einer Millionen Euro fällig. Die Ermittler schätzen, dass die Unterlagen rund 100 Millionen Euro in die Staatskasse spülen würde, ließe sich Schäuble auf den Handel ein.
Quelle: Financial Times Deutschland
Manfred schrieb:
am 4. Februar 2010 um 09:07:55
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weitere Informanten?
na, ob sich da nicht noch weitere Schweizer Bankangestellte 2,5 Millionen in die eigene Tasche stecken wollen ?
Viele
werden wahrscheinlich schon mit dem Gedanken spielen.
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e.m.aue schrieb:
am 2. Februar 2010 um 10:30:00
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an steuersünder
wenn sie sich in deutschland nicht gut aufgehoben fühlen, dann sollten sie auswandern, aber den deutschen pass abgeben. das
würde ich auch von schumacher tun. leider werden wieder viele bei F1 zujubeln, aber das er in deutschland keine steuern zahlt wird da vergessen.
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ich mein´ ja nur schrieb:
am 2. Februar 2010 um 10:18:18
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böse Steuerfalle
strafbar machen sich nicht Asiaten oder Engländer auf der CD - nur ein paar Deutsche und die Ankäufer(!).
Vor-NRW-Wahl-Ablenkungsrummel? Da wüsste ich bessere Themen: man versucht die hunderte von Milliarden aus den Landesbanken-Verlusten zurückzubekommen. Von den Verkäufern vonSchrott-Papieren. Dann würden die NRW-Bürger gerne wieder schwarz-gelb wählen. Dann hätte man eine guten Grund und wieder volles Vertrauen
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