26.12.2011, 12:59 Uhr | dpa
Privatinsolvenzler können künftig möglicherweise schneller aus den Schulden kommen. Möglich würde dies die gesetzliche Verkürzung der Wohlverhaltensperiode machen. Die Experten von Creditreform rechnen für diesen Fall mit deutlich mehr Privatinsolvenzen. Dabei sinkt die Zahl der Überschuldeten.
Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform erwartet für 2012 deutlich mehr Verbraucherinsolvenzen, sollte die Wohlverhaltensperiode wie diskutiert von sechs auf drei Jahre verkürzt werden. "Das wäre sicher der Startschuss für viele Privatinsolvenz-Verfahren", sagte Sprecher Michael Bretz.
Creditreform geht davon aus, dass momentan viele Verbraucher ihre Privatinsolvenz hinauszögern - in der Hoffnung auf eine baldige Gesetzesänderung: Komme die Reform 2012 wie erwartet, könne die Gesamtzahl der Verfahren im Laufe des Jahres um bis zu 15.000 steigen - "das wäre dann der höchste Stand seit Einführung der Regelung 1999".
Während der derzeit sechsjährigen Wohlverhaltensperiode unterwerfen sich Verbraucher strengen gesetzlichen Regeln. Am Ende winkt die Befreiung von ihren Schulden. Eine Verkürzung der Frist dürfte auf Schuldner motivierend wirken.
Sollte die Reform nicht kommen, werde die Zahl der Privatinsolvenzen wohl auf dem Stand des abgelaufenen Jahres (rund 103.000) stagnieren oder nur leicht steigen, erwartet Creditreform. Die Zahl der Privatinsolvenzler speist sich aus der Gruppe der überschuldeten Bundesbürger, die derzeit rund 6,4 Millionen Erwachsene umfasst, knapp 100.000 weniger als im Vorjahr.
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Die Gesamtzahl aller Insolvenzen inklusive der Firmenpleiten in Deutschland sank 2011 auf 160.000. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Die Experten bestätigten damit eine frühere Prognose. Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland ging 2011 das zweite Jahr in Folge zurück - diesmal um kräftige sechs Prozent auf 30.200. Zum Vergleich: Im Krisenjahr 2009 hatte die Zahl noch zehn Prozent höher gelegen. Die stärksten Rückgange bei den Pleitezahlen gab es 2011 in der Industrie und im Handwerk, am schwächsten ging die Zahl bei den Dienstleistern zurück.
An Schäden durch Firmenpleiten liefen 2011 geschätzte 23,3 Milliarden Euro auf. Das war gut ein Viertel weniger als 2010. Enthalten sind zum einen offene Gläubiger-Forderungen in Höhe von 17 Milliarden Euro. Hinzu kommen Schäden für die Allgemeinheit von etwa sieben Milliarden Euro, darunter vor allem die Ausgaben der Arbeitsagentur für Insolvenzgelder, Forderungen von Finanzämtern und Kosten für die Sozialversicherung.
Insgesamt waren deutschlandweit knapp 240.000 Arbeitnehmer von einer Pleite ihres Arbeitgebers betroffen, minimal weniger als 2010. "Betroffen heißt aber nicht immer, dass die Arbeitsplatz endgültig verloren sind", erklärte Bretz. Schließlich ließen sich einige Unternehmen oder Unternehmens-Teile auch nach einer Insolvenz fortführen.
Quelle: t-online.de , dpa
Uwe 1,5 schrieb:
am 28. Dezember 2011 um 19:09:44
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Privatinsolvenzen
Privatinsolvenzen und überschuldete Haushalte gäbe es nicht,wenn Banken-Versandthäuser-Elektronikkonzerne-Handy Anbieter
einfach mal die stets mögliche Bonitätsprüfung im Vorfeld getätigt hätten!!! Das ist Fakt!! Soll man wirklich die Privatinsolventen Verteufeln,denen in der reichsten Volkswirtschaft Europas Sugeriert wurde..Du verdienst bei Vollzeit Arbeit zwar nur 600-900 Euro Brutto..hast aber Bonität um monatlich 200 Euro abzubezahlen?? Da wird mit Wünschen gezockt und abgezockt!!
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das dendo schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 18:53:45
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ich kanns auch nur sagen: deutschland iist selbst daran schuld
mit diesen vorbildern. die nächsten jahre wird das auch noch zunehmen. es ist ja auch so gewollt.
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Schakal schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 10:23:54
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@Sigi
Verlesen haben Sie sich nicht. Aber nachgedacht haben Sie bestimmt nicht.
Zur Erinnerung die DDR hat 0 % Arberitslose! Man sollte
fragen wieviele Menschen sind in den erwerbsfähig und wieviele davon erzielen eine auskömmliches Einkommen um ihren Lebensunterhalt selbsständig zu erwirtschaften. Da kommen sie dann der Wahrheit näher. Ich habe mich gewundert warum in meinem Lebensraum immer mehr Schüler u. Studenten im Einzelh. arbeiten? Antwort 6,50 Euro Stundenlohn! Lesen sie weniger, Augen auf!
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