21.01.2012, 12:21 Uhr | dpa-AFX
Nach massiver Kritik an Rating-Agenturen springt der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann den Unternehmen bei. Dennoch befürwortet auch er eine europäische Konkurrenz.
Einen europäischen Konkurrenten zu den amerikanischen Platzhirschen Standard & Poor's (S&p), Moody's und Fitch halte er grundsätzlich für sinnvoll, allerdings gehe das nicht über Nacht. "Grundsätzlich würde ich es begrüßen, wenn es eine europäische Rating-Agentur gäbe", sagte Ackermann.
"Aber einige wenige Banken in Europa können eine solche Agentur nicht gründen, da sie unabhängig sein muss. Außerdem braucht es viele Jahre, bis eine solche Rating-Agentur sich ein entsprechendes Renommee aufgebaut hat", sagte der 63-Jährige, der im Mai nach zehn Jahren an der Spitze der größten deutschen Bank das Institut verlassen wird. Eine von Staaten getragene Agentur hätte nach Ackermanns Ansicht ebenfalls das Problem mangelnder Unabhängigkeit.
Mit S&P, Moody's und Fitch dominieren drei Unternehmen den Markt, die in amerikanischer Hand sind oder zumindest angelsächsische Wurzeln haben. Die Agenturen stehen wieder am Pranger, weil S&P kürzlich auf einen Schlag gleich neun Euro-Staaten schlechtere Noten für ihre Kreditwürdigkeit verpasste. Den Bonitätsprüfern wird vorgeworfen, so die Krise zu verschärfen. In der Finanzkrise 2008 war ihnen allerdings genau das Gegenteil vorgehalten worden - nämlich zu lasch und oft zu spät geurteilt zu haben.
"Eigentlich kann man den Rating-Agenturen keinen großen Vorwurf machen, wenn sie ihre Rechenmodelle jetzt konsequent durchziehen", befand Ackermann. "Wenn die in ihren Modellen feststellen, dass ein Land ein Triple A-Rating nicht mehr verdient, dann können sie gar nichts anders tun, als ein Downgrade vorzunehmen." S&P hatte unter anderen Europas zweitgrößter Volkswirtschaft Frankreich die Bestnote "AAA" entzogen. Danach wurde der Ruf nach einer europäischen Rating-Agentur wieder lauter.
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Quelle: t-online.de , dpa
Kritik schrieb:
am 29. Januar 2012 um 14:26:33
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Ackermann Rating-Ag.
es ist für mich immer wieder nicht zu begreifen über die Kommentare. Kaum kommt ein Artikel über
"Reizfiguren" hier Ackermann, schon übelste Kommentare. Wer sind den die Verursacher dieses gesamter Problematik? Ein Banker der seinem Unternehmen verpflichtet ist oder die Politik, die gegen den Wählerwillen agiert. Die Schulden haben die Politiker gemacht, die EU wurde von der Politik entschieden und weiter betrieben - Fass ohne Boden. Aber - immer sind Andere schuld - geschickt gemacht.
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Demokrat schrieb:
am 24. Januar 2012 um 16:08:30
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Ackermann Rating-A.
mal ohne Polemik - hat schon jemand nachgedacht, warum BRD so gut geratet wird? Bei rd. 8 Billionen Schulden incl.
Rentenverpflichtungen, rd. 750 Mill. Haftungen incl. der aktuellen Anleihenkäufe der Banken, einem "wachsenden Altersbaum", Einwanderungsland, steigende Armut etc. Warum wohl - BRD -weiter zahlen!!! Und hier wird über die Rating-A. geblöckt. Es ist wirklich erschreckend einfach, die Leute/User in die "Irre" zu führen.
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gerard schrieb:
am 22. Januar 2012 um 11:43:15
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Ackermann
Wer stoppt solche Leute, die meinen sie hätten das Recht uns ständig zu sagen , was richtig ist. Herr Ackermann zählt zu den
Raffkes und seine ganze Familie auch,also Vorsicht.
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