
07.10.2011, 10:14 Uhr | Financial Times Deutschland
Der Kollege singt lautstark Radioschnulzen mit, der Chef schlürft beim Kaffeetrinken und die Assistentin trägt jedes Blatt Papier einzeln ins Archiv. Der Büroalltag liefert jede Menge solcher Ärgernisse. Was Fachkräfte am häufigsten auf die Palme treibt.
Am meisten nervt Angestellte weltweit, wenn Kollegen und Mitarbeiter nicht für ihre Arbeit einstehen, wenn sie keine Verantwortung übernehmen für das, was sie verbockt haben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Mitgliedern des Karriereportals LinkedIn. Mehr als 17.000 Teilnehmer aus 16 Ländern gaben dabei ihr Votum ab - und machen deutliche Unterschiede sichtbar.
So stört es Amerikaner mehr als andere, wenn Kollegen ihnen das Essen aus dem Kühlschrank wegfuttern. Immerhin zwei Dritteln der US-Angestellten schwillt der Kamm, wenn der mitgebrachte Joghurt samt Sandwich verschwunden ist. Dagegen geht 83 Prozent Brasilianern der nie enden wollende Büroklatsch am meisten auf die Nerven. Inder (74 Prozent) stoßen sich vor allem an nervigen Handy-Klingeltönen. Und 40 Prozent der Japaner könnten auf pseudo-lustige Streiche der Bürokollegen gut verzichten.
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Die Deutschen hingegen regen sich am häufigsten auf, wenn Kaffeeküchen, Pausenräume oder die Raucherecke total verdreckt sind. Wenn beispielsweise die Inhalte von Mikrowelle und Kühlschrank schon Beine bekommen, sind sie so richtig sauer. Schmutz, Schimmel und Sauerei stinkt ihnen. Die Nation mit den meisten Störenfrieden ist übrigens Indien, wo die Umfrageteilnehmer 19 Nervfaktoren aufzählten, die ihnen bei Kollegen so richtig auf den Senkel gehen. In Italien ist man weltweit am entspanntesten - hier kommen überhaupt nur 15 Faktoren als Büroärgernisse in Betracht.
Die Umfrage zeigt auch einige geschlechterspezifische Unterschiede. So stören sich fast zwei Drittel der amerikanischen Frauen an Kleidung, die zu freizügig für das Büro ist. Bei Männern aus US-Büros sind es nur 29 Prozent der Befragten. In Schweden stören zu kurze Röcke und zu tiefe Ausschnitte nur gut ein Drittel der Frauen und nur zwölf Prozent der Männer.
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"In fast jedem Büro gibt es mindestens einen Mitarbeiter, dessen Eigenarten die Kollegen auf die Palme treiben", sagt Nicole Williams, Connection Director bei LinkedIn. "Manchmal merken die Unruhestifter im Büro noch nicht einmal, dass ihr Verhalten den Rest des Teams stört." Die Expertin rät deshalb: "Es ist wichtig, dass Sie Verstimmungen direkt ansprechen, bevor es Ihre Arbeitsleistung und Karriere beeinflusst."
Die größten globalen Büroärgernisse | |
1. | Mitarbeiter, die keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen |
2. | Leute, die sich ständig beschweren |
3. | verschmutzte Gemeinschaftszonen (Büroküche etc.) |
4. | ewig dauernde oder verspätet beginnende Meetings |
5. | Kollegen, die nicht auf E-Mails antworten |
Quelle: LinkedIn, 2011
Wer sich für einen neuen Job bewirbt, sollte das Ranking im Hinterkopf behalten. So stört es Personalverantwortliche in den USA mehr als andere Personen in Führungspositionen, wenn Leute zu spät zu Meetings erscheinen. Für das Bewerbungsgespräch gilt also absolute Pünktlichkeit. In Nordamerika ist auch wichtig: Ist der Gesprächspartner eine Frau, sollte die Kleidung absolut korrekt sein. Wer in Indien seinen neuen Chef trifft, sollte auf jeden Fall das Handy abstellen. Und aus dem Nähkästchen der bisherigen Firma zu plaudern, verbietet sich beim Jobantritt in Brasilien.
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Quelle: Financial Times Deutschland
hartmut schrieb:
am 7. Oktober 2011 um 10:37:06
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(8)
nervig?
Es ist immer wieder seltsam, dass Mobbing und nervige Kollegen in jedem Beitrag immer nur auf das Büro bezogen werden. Gibt es in
Deutschland keine Arbeiter mehr oder werden diese permanent ignoriert?
Im übringen nerven mich überhaupt keine Kollegen, denn ich bin Selbstständig mit einer Einmannfirma.
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voegelchen schrieb:
am 7. Oktober 2011 um 10:14:08
(20)
(2)
nervige Kollegen
Natürlich sprachen die Befragten nur über die Fehler der Anderen. Oder sagte einer: Und ich mache dies oder das, das
meinen Kollegen ärgert. Ich gehe jetzt fast 40 Jahre arbeiten und habe dabei gesehen: Es gibt vieles was mich an anderen stört und bin selbstkritisch genug zu denken, daß manches an mir auch nicht nur Freude bereitet. Wenn alle Menschen auf der Welt erst mal vor ihrer eigenen Haustüre kehrten, gäbe es sogar bald keine Kriege mehr!
Im Kleinen fängt es an, im Großen hört es auf!
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der süffi schrieb:
am 6. Oktober 2011 um 21:21:42
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(24)
dann sollte man einfach
zuhause bleiben wenn einen das nervt. mich interessiert es eh nicht da ich nicht mehr arbeiten gehe. ärgert euch mal schön, viel spass.
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