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Ärzte können mit mehr Geld rechnen

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Ärzte können mit mehr Geld rechnen

19.03.2009, 12:00 Uhr | bv

Ärzte hoffen auf höhere Honorare (Quelle: imago) Ärzte hoffen auf höhere Honorare (Quelle: imago)Die etwa 150.000 niedergelassenen Ärzte und Therapeuten in Deutschland können in diesem Jahr unter Umständen mit weiteren bis zu 900 Millionen Euro an zusätzlichen Honoraren rechnen. Das ergibt sich aus einer Prognose auf der Basis von Simulationsrechnungen, so der Ärzteverband Hartmannbund. Die Proteste der Ärzte gegen das neue Honorarsystem dürften trotzdem weitergehen. "Ärzte sind, was Simulationsrechnungen anbetrifft, gebrannte Kinder. Entscheidend ist, was bei den Ärzten ankommt", sagte Verbandssprecher Michael Rauscher.

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Hoffen auf die ungedeckelten Töpfe

Wenn tatsächlich mehr Geld fließt und die Verteilungsproblematik gelöst wird, werde sich die Lage sicher entspannen, glaubt Rauscher. Ob das so ist, stellt sich aber nicht vor dem Sommer heraus. Das zusätzliche Geld soll aus den ungedeckelten Töpfen des Gesundheitswesens kommen, aus denen beispielsweise Vorsorge-Untersuchungen oder ambulante Operationen bezahlt werden.

Honorarzuwachs von drei bis vier Milliarden Euro

Bisher waren die Ärzte hier auf Basis von Zahlen aus dem Jahr 2007 davon ausgegangen, dass sie insgesamt etwa 27 Milliarden Euro an Honoraren erhalten würden. Nach Einbeziehung von Daten aus dem ersten Halbjahr 2008 wird nun damit gerechnet, dass die Summe um 3,5 bis 3,9 Milliarden Euro ansteigen könnte. Insgesamt stünden damit knapp 31 Milliarden Euro für Ärzte und Therapeuten zur Verfügung.

Patienten leiden unter der Unruhe bei den Ärzten

Entscheidend sei zunächst die Abrechnung für das erste Quartal, die im Mai oder Juni vorliegen dürfte, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Roland Stahl. Erst dann sei die tatsächliche Auswirkung des neuen Honorarsystems auf einzelne Praxen klar. Den Patienten, die unter der Verunsicherung ihrer Ärzte und unter deren Protesten leiden, macht auch Stahl vorerst wenig Hoffnung: "Die Unruhe hält an." Da schien auch der Appell von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wenig zu nützen, die Streiks und anderen Aktionen angesichts der erwarteten Zusatzhonorare einzustellen.

Zusatzbeiträge bei Kassen werden wahrscheinlicher

Falls die höheren Summen Wirklichkeit werden, dürfte das aber weder die Ministerin noch die Beitragszahler freuen. Denn die zusätzlichen, bisher nicht eingeplanten Mittel müssen finanziert werden. Woher die knappe Milliarde Euro mehr - wenn sie denn wirklich ausgezahlt wird - kommen soll, ist auch Experten vorerst nicht ganz klar. Dafür müssten die Krankenkassen eine Lösung finden, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Übersetzt bedeutet dies wohl: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kassen Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern einfordern müssen, dürfte mit dem Geldsegen für die Ärzte steigen.

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Quelle: dapd , t-online.de

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