28.04.2011, 15:43 Uhr | AFP, mash, bv
Die höchsten EU-Agrarsubventionen erhalten die Großkonzerne, nicht die Bauern (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Die deutschen Großkonzerne haben im vergangenen Jahr Agrarsubventionen in Millionenhöhe erhalten - wie im Jahr zuvor kassierten die Firmen die höchsten Agrarbeihilfen der Europäischen Union (EU). Am meisten Geld überwies die EU dem Münchner Baywa-Konzern, der rund 13,4 Millionen Euro erhielt. Das geht aus einer neuen Liste der Subventionsempfänger hervor, die die Bonner Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung veröffentlichte.
Damit machten die Subventionen, die zwischen Mitte Oktober 2009 und Mitte Oktober 2010 an den Baywa-Konzern flossen, rund ein Fünftel seines Gewinns aus: Das Mischunternehmen erwirtschaftete eigenen Angaben zufolge im Jahr 2010 einen Gewinn von 66,8 Millionen Euro, der Umsatz lag demnach bei 7,9 Milliarden Euro.
Der größte deutsche Milchkonzern Nordmilch erhielt rund neun Millionen Euro EU-Unterstützung. Nordmilch verzeichnete eigenen Angaben zufolge 2009 einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro. Europas größter Zuckerhersteller Südzucker wiederum bekam rund 2,7 Millionen Euro von der EU. Das Mannheimer Unternehmen erwirtschaftete in seinem Geschäftsjahr 2009/2010 nach eigenen Angaben unterm Strich 276 Millionen Euro. Der Umsatz betrug demnach 5,7 Milliarden Euro.
Auch der Energiekonzern RWE erhielt EU-Subventionen. Sie beliefen sich auf insgesamt 514.000 Euro. Der Leverkusener Chemieriese Bayer bekam für seine Immobilientochter Bayer Real Estate den Angaben zufolge 135.000 Euro Direktzahlungen.
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"Die Zahlen belegen, dass die Mittel an die Falschen gehen", sagte die Agrarexpertin des Bunds für Umwelt und Naturschutz (BUND), Reinhild Benning, der "tageszeitung". "Konzerne kassieren Millionen, der durchschnittliche Landwirt wird mit Kleckerbeträgen abgespeist."
Die Agrarsubventionen machen den größten Ausgabenposten im EU-Haushalt aus - fast die Hälfte des EU-Geldes fließt an Landwirte. Um transparenter zu gestalten, wohin die Mittel fließen, müssen die Mitgliedsländer die Empfänger öffentlich machen. Schon die erste Veröffentlichung im Juni 2009 zeigte, dass die höchste Summe an Nahrungsmittelkonzerne und große Agrarfabriken ging.
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In der nun wieder veröffentlichten Liste tauchen nur noch Unternehmen, jedoch keine Personen mehr auf. Das ist die Folge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs. Die Richter sahen in der Veröffentlichung einzelner Landwirte deren Persönlichkeitsrechte verletzt. Über lange Zeit waren die Subventionsempfänger nach dem Urteil daher gar nicht einsehbar.
EU-Subventionen 2010 an deutsche Unternehmen (Auswahl) | Betrag | "Topf"* |
Baywa AG, München | 13.443.361,09 € | EGFL-Sonst. |
Nordmilch AG, Bremen | 8.997.019,46 € | EGFL-Sonst. |
Südzucker AG, Mannheim, Ochsenfurt | 2.680.420,96 € | EGFL-Dir. und ELER |
RWE Power AG, Erftstadt | 512.539,67 € | EGFL-Dir. |
Bayer Real Estate GmbH, Leverkusen | 134.869,79 € | EGFL-Dir. |
Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Zeitraum: 16.10.2009 - 15.10.2010)
* Begriffserklärung:
EGFL = Europäischer Garantiefonds für Landwirtschaft
EGFL-Sonst. = Sonstige Marktordnungszahlungen zur Stabilisierung des Erzeuger- und Verbraucherpreisniveaus in der EU
EGFL-Dir. = Direktzahlungen an Inhaber von landwirtschaftlichen Betrieben zum Ausgleich der Senkung der EU-Stützpreise auf Weltmarktpreisniveau
ELER = Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums
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Quelle: AFP , t-online.de
Die Grünen schrieb:
am 25. Mai 2011 um 11:29:51
(2)
(0)
Die Grünen
Ich werde Die Grünen wählen, die kümmern sich wenigsten um die Nahrungsmittelproduktion und damit ich von 85 ha mit Veredlung auch noch leben kann.
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Bauernverband schrieb:
am 25. Mai 2011 um 11:23:16
(2)
(0)
Bauernverband
Warum will der Bauernverband denn keine Obergrenze; die Landwirte wollen es doch!
Bekommt der Bauernverband von den Firmen etwas Spenden?
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Bauer schrieb:
am 25. Mai 2011 um 11:18:25
(3)
(0)
Bauer
...da werd ich wohl in Zukunft ´Die Grünen´ wählen damit auf meinem Bauernhof etwas mehr ankommt und ich finanzell über die Runden
komme... eine Obergrenze aller Zahlungen pro Betrieb muß kommen!
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