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AIG-Pleite hätte auch KfW getroffen

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AIG-Pleite hätte auch KfW getroffen

15.06.2010, 09:07 Uhr | dpa-AFX

US-Versicherer American International Group (AIG) (Foto: imago)

Der amerikanische Steuerzahler hat dem deutschen Fiskus mit der Rettung des US-Versicherungsriesen American International Group (AIG) eine Menge Kopfzerbrechen erspart. Denn wäre die AIG vor zwei Jahren umgekippt, hätte dies auch einen der wichtigsten Geschäftspartner hierzulande getroffen: die staatliche KfW Bankengruppe.

Der Kontrollausschuss des US-Kongresses für die Verwendung der Staatshilfe hat ausgerechnet, dass die Frankfurter Förderbank bei einer AIG-Pleite zusätzliches Kapital von 1,9 Milliarden Dollar (aktuell 1,5 Milliarden Euro) hätte aufnehmen müssen. "AIG war bei einigen Verbriefungen Garantiegeber", erläuterte eine KfW-Sprecherin.

KfW hätte sich selbst absichern müssen

Die KfW hatte nach dem Juni-Bericht des Ausschusses eigene Geschäfte über angenommene 30 Milliarden Dollar bei AIG abgesichert. Das passierte durch Kreditausfallversicherungen, sogenannte Credit Default Swaps. Bei einer Pleite des Versicherers wäre dieses Sicherheitsnetz dahin gewesen und die KfW hätte ihr Risiko mit zusätzlichem Kapital selbst absichern müssen.

Banken hätten noch größere Probleme bekommen

Die Daten stammen vom 1. Oktober 2008. "Das Volumen hat sich aber in den letzten zwei Jahren stark reduziert", sagte die KfW-Sprecherin. Genaue Zahlen nannte sie nicht. Ein Ausfall der Credit Default Swaps damals hätte nach Angaben des Ausschusses nur die niederländische ABN Amro (Kapitalbedarf 3,5 Milliarden Dollar) und die dänische Bank Danske (Kapitalbedarf 2,1 Milliarden Dollar) schlimmer getroffen. Speziell für die privaten Banken wäre es zum Höhepunkt der Finanzkrise höchst schwierig gewesen, sich frisches Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen.

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US-Regierung musste AIG stützen

Die AIG hatte sich mit komplizierten Finanzprodukten verspekuliert und fuhr 2008 mit 99,3 Milliarden Dollar den höchsten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte ein. Die US-Regierung hatte daraufhin mehr als 182 Milliarden Dollar in die AIG pumpen müssen, um den einst weltgrößten Versicherungskonzern vor dem Kollaps zu bewahren. Erst seit Anfang dieses Jahres verdient die AIG wieder Geld.


Quelle: dpa-AFX

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Kommentare (2)

zum Forum

Thema: "AIG-Pleite hätte auch KfW getroffen"

Deutschland schrieb: am 15. Juni 2010 um 07:42:50
(0) (0) AIG
Und was wäre dabei dann herausgekommen?

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Walter schrieb: am 14. Juni 2010 um 23:07:36
(0) (0) KfW
Die können mit dem Geld auch nicht umgehen. Total planloser Haufen.

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