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AIG wird aufgelöst - Einige Manager geben Boni zurück

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AIG wird aufgelöst - Einige Manager geben Boni zurück

19.03.2009, 09:31 Uhr | bv

AIG, hier eine Niederlassung in Zürich, steht vor der Abwicklung (Quelle: imago) AIG, hier eine Niederlassung in Zürich, steht vor der Abwicklung (Quelle: imago)Der US-Versicherungsriese AIG soll umbenannt und aufgelöst werden. Das kündigte Unternehmenschef Edward Liddy vor einem Ausschuss des US-Kongresses an. "Was seit 90 Jahren als AIG bestand, wird mit der Zeit nicht mehr existieren." Insbesondere werde die Sparte für Finanzprodukte, die im Zentrum der Krise steht, innerhalb von vier Jahren von Grund auf saniert. Derweil haben einige AIG-Manager angekündigt, ihre umstrittenen Boni zurückzugeben.

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Ende von AIG naht

Liddy sagte vor dem Kongressausschuss: "Was seit 90 Jahren als AIG bestand, wird mit der Zeit nicht mehr existieren." Die Sparte Financial Products verwaltet laut Liddy Risikopapiere im Nominalwert von 1,6 Billionen Dollar.

Manager: Boni teilweise zurückgeben

Unter dem Eindruck der öffentlichen Empörung über Bonuszahlungen bei der maroden AIG haben unterdessen einige Manager damit begonnen, das Geld zumindest teilweise zurückzugeben. Vorstandschef Liddy sagte, er habe die Empfänger von Bonuszahlungen über mehr als 100.000 Dollar gebeten, mindestens die Hälfte zurückzugeben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielten 73 Manager jeweils mindestens eine Million Dollar (776.000 Euro) Bonus. Einer bekam sogar 6,4 Millionen Dollar.

Boni sollen mit Sondersteuer abgeschöpft werden

Insgesamt wurden 165 Millionen Dollar für die umstrittenen Zusatzleistungen bewilligt, obwohl der Konzern gerade erst 170 Milliarden Dollar an staatlicher Hilfe erhalten hat. Die Demokraten im Kongress wollen jetzt einen Gesetzentwurf einbringen, wonach Bonuszahlungen bei der AIG und anderen Empfängern staatlicher Hilfe zu 90 Prozent als Steuer an den Staat entrichtet werden müssen.

AIG will Firmensitz verkaufen

AIG teilte unterdessen mit, der New Yorker Firmensitz solle verkauft werden. "AIG evaluiert den Verkauf der Immobilien seines Sitzes an der Ecke Pine Street-Wall Street", teilte ein Firmensprecher mit. Dies sei Teil der Bemühungen, die Bilanz zu sanieren. Die "New York Post" veranschlagte die möglichen Einnahmen auf maximal 100 Millionen Dollar. Der Firmensitz befindet sich dort seit den 70er Jahren.

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Quelle: AFP , dapd , dpa , t-online.de

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