
07.04.2011, 13:55 Uhr | Financial Times Deutschland
Airbus will seinen Sparflieger A320Neo früher auf den Markt bringen (Foto: Airbus) (Quelle: Hersteller)
Während Boeing seine Liefertermine für den Dreamliner immer weiter verschiebt, geht Airbus einen anderen Weg. Der Flugzeugbauer will seine neue Modellfamilie A320Neo mit Spritspartriebwerken zwischen sechs Monaten und einem Jahr früher auf den Markt bringen.
Nur vier Monate nach dem offiziellen Programmstart kündigte Verkaufsvorstand John Leahy an, die Auslieferung des ersten Modells A320Neo vom Frühjahr 2016 auf Herbst 2015 vorzuziehen. Zudem wird die Variante 319Neo um ein Jahr auf 2016 vorgezogen. Leahy begründete diesen Schritt mit der starken Nachfrage. Bis zum Sommer könnten die Bestellungen von gut 300 auf dann über 500 A320Neo-Aufträge klettern.
Branchenkenner sehen im höheren Tempo einen taktischen Schritt, um Boeing und den stärker werdenden kanadischen Herausforderer Bombardier zu schwächen. Boeing erwägt, etwa 2020 einen komplett neuen Flieger als Nachfolger der 737-Baureihe auf den Markt zu bringen. Bombardier will sein Konkurrenzmodell C-Series ab 2013 ausliefern. Wenn Airbus jetzt vorzieht, könnte dies Kunden zu dem europäischen Hersteller locken.
Bislang haben Airbus und Boeing zwar bei allen größeren Neuentwicklungen die versprochenen Liefertermine nicht halten können. Bei den neuen A320Neo-Modellen sind die Änderungen am Flugzeug aber eher gering. Die größten Neuentwicklungen betreffen die Triebwerkstechnik. Daher gebe es gute Chancen, den Zeitplan einzuhalten, hieß es.
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Der Wettbewerb für Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge mit einem Mittelgang ist für Boeing und Airbus zukunftsentscheidend. Die A320-Modelle und Boeing 737-Modelle sind die meistverkauften Flieger im Markt. Eine falsche Strategie wäre daher fatal. Airbus-Verkaufschef Leahy glaubt ohnehin nicht den Andeutungen von Boeing-Managern, 2020 einen komplett neuen 737-Nachfolger auf den Markt zu bringen. Leahy vermutet, dass die Amerikaner vorher ihre 737-Reihe mit neuen Spartriebwerken ausrüsten - also die Airbus-Strategie kopieren.
In einem Interview sagte Leahy, dass er nunmehr erst nach 2030 einen komplett neuen A320-Nachfolger erwartet. Bisher war von 2025 die Rede. Als Erstlieferant der Spartriebwerke für die A320Neo-Modelle wurde der US-Konzern Pratt & Whitney ausgewählt. Bislang haben sich alle A320Neo-Kunden, wie die indische Billiglinie Air Indigo oder die Lufthansa, für das Pratt-Triebwerk und damit gegen die Konkurrenztechnik von General Electric/Snecma (USA/Frankreich) entschieden. Am Pratt-Triebwerk ist der Münchner Hersteller MTU maßgeblich beteiligt.
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Quelle: Financial Times Deutschland
Tell59 schrieb:
am 8. April 2011 um 11:53:19
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Sie fliegen immer höher – und denken sich nichts dabei
Ca. 12 km war bisher die Höhe für Langstreckenflüge. Neue Triebwerke, leichtere
Bauweise ermöglichen höhere Flugflächen von bis zu 15 km und damit Spriteinsparungen. Sehr gut! Leider aber kommen die Flugzeuge damit in den Bereich der Ozonschicht, und die wird durch die Verbrennung von Kerosin empfindlich zerstört. Selbst in Mitteleuropa sollen wir bereits für nur 15 Min in der Sonne bereits Sonnenschutzcrem benutzen. Toll! Flieg billig in Urlaub und laß dir in 20 Jahren den Hautkrebs operieren!
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Nachrechner schrieb:
am 8. April 2011 um 11:20:25
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Herrliche Durchhalteparolen !
Diese sind für uns steuerzahlenden, deutschen Dummbürger bestimmt, die die Airbusse aller Couleur
subventionieren, sodass wenigstens in Toulouse Arbeitsplätze gesichert werden ... - Was ist denn eigentlich aus dem 'tollen' A380 geworden, der wg. Umstellung der Hydraulik auf Eklektrik ( tonnenweise Cu-Kabel ! ) dummerweise so schwer wurde, dass er doch nicht so "öko" wurde ?
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Jens schrieb:
am 7. April 2011 um 17:44:27
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@Fidi
ja und?
Bus ist die Kurzform von Omnibus = Lateinisch = "für alle".
Sie assoziieren das eben falsch.
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