08.01.2012, 14:25 Uhr | dpa
Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat einem Bericht zufolge einen Milliardenauftrag aus China erhalten. Die chinesische Fluggesellschaft Hong Kong Airlines wolle zehn Airbus A380 kaufen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf die Fluggesellschaft. Der Listenpreis liege bei 3,8 Milliarden Dollar (rund 3 Milliarden Euro). Airbus werde 2015 mit der Auslieferung der Riesenflugzeuge beginnen.
Airbus wollte den Bericht nicht bestätigen. Sprecher Stefan Schaffrath sagte, neue Aufträge sollten am 17. Januar bekanntgegeben werden. Er bestätigte aber, dass ein solcher Auftrag einen Listenpreis im Volumen von rund 3,8 Milliarden Dollar hätte, basierend auf einem Stückpreis von rund 375 Millionen Dollar. Üblich sind bei Flugzeugbestellungen allerdings Rabatte in prozentual zweistelliger Höhe.
Wie die Zeitung weiter berichtete, hatte die chinesische Regierung im Streit um den europäischen Emissionshandel in der Luftfahrt damit gedroht, das Geschäft mit Airbus platzen zu lassen. Seit dem ersten Januar brauchen Airlines Lizenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen, wenn sie von, nach oder innerhalb von Europa fliegen. Der Chef des chinesischen Luftfahrtverbands Cata hatte Medienberichten zufolge angekündigt, China werde sich nicht am EU-Handel mit Luftverschmutzungsrechten beteiligen.
Airbus war im vergangenen Jahr erneut der weltgrößte Flugzeugbauer. Zwar konnte der US-Erzrivale Boeing die Zahl seiner Auslieferungen auf 477 Maschinen steigern, wie der Konzern mitgeteilt hatte. Airbus jedoch kommt nach Angaben aus Branchenkreisen auf mehr als 530 Jets.
Angesichts einer überalterten Flotte, schärferer Umweltauflagen, höherer Kerosinpreise und steigender Passagierzahlen in den Schwellenländern hatten die Fluggesellschaften im vergangenen Jahr massenhaft Bestellungen aufgegeben. Airbus hatte dabei vor allem mit seinem modernisierten Kurz- und Mittelstreckenjet A320neo abgeräumt.
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Quelle: dpa
Globalist schrieb:
am 9. Januar 2012 um 12:08:05
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We 200 schrieb
Es ist nicht der profitgierige Westen, der in China fertigen läßt, sondern der schnäppchenjagende Verbraucher, der alles
billiger haben möchte. Gehen Sie doch mal in ein Kaufhaus. Die bliigen T-Shirts sind schnell weg, die teureren bleiben liegen. Und so ist es mit allen Waren. Der Verbraucher guckt doch nur noch auf den Preis. Alles andere ist ihm wurscht.
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josef schrieb:
am 9. Januar 2012 um 12:04:53
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Vaterrhein schrieb
was soll denn unsere Regierung mahen, wenn chinesische Firmen sich bei deutschen Firmen einkaufen? Soll die Regierung die
zu verkaufende Firma selbst kaufen? So ein Blödsinn, was Sie da schreiben! Wir haben nun mal eine globale Situation. Deutsche Firmen sind in China mit Fabriken vertreten ( Daimler, Volkswagen usw. ), dann dürfen/müssen chinesische Firmen auch in Deutschland tätig werden dürfen.
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Trent schrieb:
am 9. Januar 2012 um 10:00:16
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Geschäft ist Geschäft
und auch die Chinesen kochen nur mit Wasser. Man darf nicht vergessen, dass die Ihr "Wirtschaftswunder" auch
nur auf dem Rücken rechtsloser Wanderarbeiter (ca. 200 Mio) aufbauen und nach wie vor Spitzentechnologie bei uns kaufen müssen. Dass die Chinesen natürlich Ihre eigenen Regeln aufstellen kann man sehen wie man will, aber ich bin eigentlich ganz dankbar für einen Gegenpol zur USA. Und Europa wäre längst die Dritte Weltmacht, wenn sie wollte..
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