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Airbus stellt Boeing erneut in den Schatten

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Airbus schlägt Boeing schon wieder

18.01.2010, 16:51 Uhr | Spiegel Online

Der Dreamliner auf seinem Jungfernflug (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Der Dreamliner auf seinem Jungfernflug (Foto: dpa)Miese Zeiten für Boeing: Die Wirtschaftskrise hat dem Flugzeugbauer kräftig zugesetzt. Nicht nur, dass die Bestellungen im vergangenen Jahr massiv eingebrochen sind. Bestätigt sich ein Medienbericht, hätte Boeing auch das zweite Jahr in Folge weniger Flugzeuge ausgeliefert als der europäische Erzrivale Airbus, eine Tochter von EADS. "2009 blieb nicht ohne Herausforderungen", kommentierte der Chef der Verkehrsflugzeug-Sparte von Boeing, Jim Albaugh, die Situation.

Video - Der Dreamliner von Boeing
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Boeing bricht bei Auslieferungen ein

Die Amerikaner bekamen im vergangenen Jahr nach Abzug von Stornierungen lediglich 142 Bestellungen herein. 2008 hatten die Kunden noch 662 Flugzeuge geordert. Airbus hatte bereits angekündigt, bis Ende November 225 Bruttobestellungen und netto 194 Aufträge erhalten zu haben. Experten rechnen für das gesamte vergangene Jahr mit rund 300 Bruttobestellungen für die Europäer.

Pannenflieger Dreamliner

Boeing kämpfte vor allem mit dem Problem, dass die Käufer des Pannen-Flugzeugs 787 Dreamliner reihenweise von ihren Verträgen zurücktraten. Es gab 24 Bestellungen und 83 Abbestellungen, so dass Boeing zum Jahresende 59 Dreamliner weniger im Auftragsbuch hatte als zum Jahresbeginn. Das ehedem als Hoffnungsträger gefeierte Modell war nach technischen Schwierigkeiten erst im Dezember 2009 zum ersten Mal abgehoben. Das Projekt hinkt damit drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan hinterher.

Boeing hofft auf bessere Zeiten

"Mit den ersten Anzeichen einer sich erholenden Wirtschaft 2010 freuen wir uns auf bessere vor uns liegende Zeiten", sagte Boeing-Spartenchef Albaugh. Verkaufsschlager ist und bleibt auf absehbare Zeit die kleinste Modellreihe 737, die vor allem auf kurzen bis mittleren Strecken eingesetzt wird. Vier von fünf ausgelieferten Boeing-Maschinen waren im vergangenen Jahr eine 737.

Trotzdem glaubt Boeing an den Dreamliner

Trotz aller Probleme ruhen weiterhin auch auf dem leichten und sparsamen Dreamliner große Erwartungen. Die erste dieser neuartigen - weil teils aus Kohlefaser statt Aluminium gefertigten Maschinen - soll im vierten Quartal ausgeliefert werden. Für Boeing ist es das erste komplett neue Flugzeugmodell seit über zehn Jahren. Airbus hingegen ist mit seinem direkten Gegenstück A350 noch nicht über die Planungsphase hinausgekommen.

Airbus meldet bestes Jahr der Geschichte

Insgesamt hat Boeing derzeit Bestellungen über 3375 Flugzeuge in den Büchern. Vor einem Jahr hatte das Polster noch bei mehr als 3700 Stück gelegen. Viele Flug- oder Leasinggesellschaften hatten sich in der Krise mit Neuanschaffungen zurückgehalten oder ihre Bestellungen gar storniert. Dank alter Aufträge aus der Zeit vor der Krise lieferten die Amerikaner im vergangenen Jahr mit 481 Maschinen mehr aus als noch 2008. Laut der französischen Wirtschaftszeitung "La Tribune" hat Airbus allerdings mit 498 übergebenen Flugzeugen abermals die Nase vorn gehabt. Für Airbus wäre 2009 damit das beste Jahr seiner Geschichte.

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A380 verkauft sich bestens

Unter anderem der Großraumflieger A380 verkaufte sich demnach besser als das in die Jahre gekommene Boeing-Konkurrenzmodell 747, das Fluggesellschaften im vergangenen Jahr nur ganze acht Mal orderten. Eine modernisierte und verlängerte Passagiervariante 747-8 Intercontinental wird erst Ende 2011 in den Dienst gehen. Ein Jahr vorher soll der entsprechende Frachtflieger abheben. Airbus hingegen hatte mangels Nachfrage die Frachtversion des A380 auf Eis gelegt. Airbus wird seine genauen Auslieferungs- und Bestellzahlen erst am 12. Januar offiziell verkünden. Am 27. Januar will Boeing dann seine Planungen für das laufende Jahr bekanntgeben.

Video - Probesitzen im Airbus A380


Quelle: Spiegel Online , t-online.de

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