25.11.2011, 10:13 Uhr | AFP
Nach den Schwierigkeiten beim Riesenflieger A380 muss der europäische Flugzeugbauer Airbus auch Verzögerungen bei seinem künftigen Langstreckenflugzeug A350 eingestehen. Die erste Maschine könne erst im ersten Halbjahr 2014 und nicht wie geplant Ende 2013 ausgeliefert werden, teilte der Airbus-Mutterkonzern EADS in Paris mit. Den Bau des Langstreckenflugzeugs A340 will Airbus einstellen.
Das Langstreckenflugzeug konnte sich nie wirklich gegen die 767 des Konkurrenten Boeing durchsetzten: "Wir haben die Realität akzeptiert", sagte Airbus-Finanzdirektor Hans Peter Ring. Seit fast zwei Jahren sei keine A340 mehr verkauft worden. Die Version A340-600 galt als längstes Verkehrsflugzeug der Welt, bis sie vom neuen Boeing-Jumbo 747-8 abgelöst wurde.
Ring gab zudem bekannt, dass Airbus den in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Zulieferer PFW mit Sitz in Speyer aufkaufe. Das Unternehmen, das 2010 einen Umsatz von 210 Millionen Euro machte, stellt beispielsweise Rohrsysteme und Frachtladesysteme für Flugzeuge her.
Die neue A350 mit besonders leichten Materialien soll erst im ersten Quartal 2012 montiert werden und nicht schon Ende des Jahres wie zunächst vorgesehen. "Wir investieren also ein paar mehr Monate, um im Endeffekt ein Flugzeug mit höherem Reifegrad zu haben", sagte EADS-Chef Louis Gallois dem Wirtschaftsmagazin "Euro". Airbus habe sowohl aus früheren Programmen als auch aus den Schwierigkeiten seines Wettbewerbers Boeing gelernt. Bereits Mitte Oktober hatte Fabrice Brégier, Nummer zwei bei Airbus, mitgeteilt, dass einige Zulieferer in Schwierigkeiten seien und Teile nicht rechtzeitig lieferten.
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Insgesamt will Airbus bis Ende diesen Jahres mindestens 520 Maschinen verschiedenen Typs ausliefern. Kassenschlager für den europäischen Flugzeugbauer ist die spritsparende A320 neo. Mit einigen Kunden verhandelt Airbus nach Angaben von Ring bereits in Euro-Preisen. In der Regel wird in der Luftfahrtindustrie, die jahrelange von den US-Unternehmen dominiert wurde, in Dollar bezahlt.
Der A350 fliegt weiterhin nur in Animationen (Quelle: ddp)Sonderbelastung für EADSDie Verzögerung bei der A350, die es in drei Längenausführungen geben soll, bedeutet für EADS eine Sonderbelastung von 200 Millionen Euro. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern verzeichnete aber in den ersten neun Monaten 2011 einen Vorsteuer-Gewinn von 885 Millionen Euro, ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das gesamte Jahr 2011 werden 1,45 Milliarden statt der bisher genannten 1,3 Milliarden Euro Gewinn anvisiert. Insbesondere das lange stockende Geschäft der Hubschrauber-Filiale Eurocopter und der Tochterfirma für Satelliten, Astrium, läuft gut.
EADS entstand im Juli 2000, als Deutschland, Frankreich und Spanien Teile ihrer Luftfahrt-, Rüstungs- und Raumfahrtindustrie zusammenlegten. Am Mittwoch einigten sich der Bund und Daimler darauf, dass die KfW Bankengruppe 7,5 Prozent der Aktienanteile von Daimler übernimmt. Airbus-Chef Thomas Enders kritisierte den Schritt, der in die "völlig falsche Richtung" gehe. "Wir brauchen nicht mehr staatliche Aktionäre und wir brauchen nicht mehr staatliche Einflussnahme, sondern weniger", sagte Enders der "Financial Times Deutschland".
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Quelle: AFP
Findus Schauer schrieb:
am 10. November 2011 um 21:33:16
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A 340 ist super
Mir war die A 340 immer die liebste Maschine. Na ja, da die ältesten Maschinen ja gerade mal ca. 20 Jahre alt sind, werden
sie wohl noch bis zu 30 Jahren im Dienst anzutreffen sein.
Die LH fliegt ja auch noch mit 22 Jahre alten B 747 - und natürlich dem alten A 340 D-AIGA, 19 Jahre.
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Fritz schrieb:
am 10. November 2011 um 20:55:08
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A340=0 Todesopfer, A330=338 Todesopfer
Fakt ist, noch nie kam ein Passagier der A340 ums Leben. Bei der bis auf die fehlenden 2 Triebwerke
weitgehend baugleichen A330 sieht das ganz anders aus.
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Ab Sturz schrieb:
am 10. November 2011 um 20:50:32
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Verlassen
Hoffentlich sind die Flugzeuge zuverlässiger als die Auslieferungszusagen
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