23.05.2011, 09:16 Uhr | dpa
Chinesische Airlines sollen ab 2012 in der EU Klimaabgaben zahlen (Foto: imago) (Quelle: imago)
China will sich gegen die neuen Klimaschutzabgaben wehren, die Fluggesellschaften ab nächstem Jahr in der Europäischen Union zahlen müssen. Die Flugbehörde (CAAC) und die Luftfahrtvereinigung (CATA), die 33 chinesische Airlines vertritt, machen Front gegen die Pläne. Fluggesellschaften wie Lufthansa oder der europäische Flugzeugbauer Airbus (EADS) fühlen sich unter Druck gesetzt und befürchten chinesische Gegenmaßnahmen. "Sie sind sehr verärgert", berichtete Airbus-Sprecher Rainer Ohler in Peking. "Es ist klar, dass die Chinesen sich darauf vorbereiten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen."
Ob Zwangsabgaben für europäische Fluggesellschaften oder die Verweigerung neuer Landerechte - wie die Reaktion aussehen könnte, ist völlig offen. "Alles ist möglich, wenn es um Vergeltung oder Protektionismus geht", sagte Ohler. Die Luftfahrtindustrie sei im politischen Streit immer die Leidtragende. Airbus liefert heute schon jedes fünfte Flugzeug nach China, wo auch in Zukunft zweistellige Wachstumsraten im Luftverkehr zu erwarten sind. Bis 2030 soll die zweitgrößte Volkswirtschaft sogar zum größten Luftverkehrsmarkt der Welt aufsteigen.
Auch Lufthansa-Chef Christoph Franz warnte vor "Gegenmaßnahmen" für europäische Fluggesellschaften in China. Am Ende drohe eine Situation, wo die europäischen Airlines nicht nur in der EU die neuen Kosten für den Erwerb der Emissionsrechte tragen, sondern auch noch "Vergeltungsmaßnahmen" von Drittstaaten hinnehmen müssten. Die Bedingungen müssten geändert oder das EU-Vorhaben verschoben werden.
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Der chinesische Ärger ist so groß, dass die Klimaschutzkosten auch beim ersten Besuch von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy diese Woche in Peking auf den Tisch gebracht wurden. Einseitig hatte die EU 2008 trotz des Widerstandes auch der USA beschlossen, die Emissionsauflagen auf den Flugverkehr auszudehnen. Die Airlines werden damit ab 2012 für den Ausstoß von Kohlendioxid zur Kasse gebeten. Auch außereuropäische Fluggesellschaften, die in der EU starten und landen, müssen damit CO2-Emissionsrechte kaufen.
Chinesische Airlines rechnen für 2012 mit umgerechnet rund 80 Millionen Euro an Zusatzkosten. Experten erwarten, dass diese Ausgaben mit der Ausweitung des Flugverkehrs nach Europa bis 2020 auf 320 Millionen Euro steigen könnten. Reisende müssten sich auf Preiszuschläge von 200 bis 300 Yuan, umgerechnet 21 bis 32 Euro, pro Flug einstellen.
Zwar ist China heute der größte Klimasünder der Welt, sieht die Verantwortung für den Klimawandel aber vor allem bei den reichen Industrienationen, die im vergangenen Jahrhundert einen Großteil der heutigen Treibhausgase in die Atmosphäre geblasen haben. Nach dem Kyoto-Protokoll ist China als Entwicklungsland auch von verpflichtenden Obergrenzen ausgenommen, obwohl es heute maßgeblich zum Anstieg der Treibhausgas-Emissionen beiträgt.
Bei der Abgabe werden chinesische Unternehmen im Klimaschutz erstmals wie europäische behandelt. "Die EU muss den unterschiedlichen Entwicklungsstatus von Ländern berücksichtigen", forderte CAAC-Chef Li Jiaxing laut Staatsmedien eine Ausnahme für sein Land. Die Airline-Vereinigung CATA wetterte gegen die Auflagen der EU, "die internationale Luftfahrtkonventionen verletzt und in Chinas nationale Souveränität eindringt". "Wir sind überrascht, wie heftig die Reaktion ausfällt", sagte Airbus-Sprecher Ohler. "Die Chinesen lehnen es grundsätzlich als unfreundlichen Akt der Europäer ab."
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Quelle: dpa , t-online.de
Mensch schrieb:
am 20. Juni 2011 um 11:13:45
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Klimaabgabe
China sieht die Schuld bei den "reichen" Industrienation,China hat doch mrhr Geld auf der Kante als ganz Europa und die
USA zusammen.Da können wir uns noch auf etwas gefasstt machen.Europa wird wegen vieler Fehlentscheidungen und aufgeblasenenem korrupten Bürokratismus zwischen china und der PleiteUSA augerieben werden.Unsere Politiker klatschen auch noch Beifall.Irgendwann können wir das hart erarbeite Geld auf die Sraße schmeißen.
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Edeltraut schrieb:
am 24. Mai 2011 um 13:00:08
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EU Klimaabgabe
Die sogen. Klimasorge bezügl. Temperaturanstieg hat mittlerweile ein
beängstigendes Ausmaß angenommen,das
"unabhängigen Experten" die nicht auf der **Interessenliste/Lohnliste** div. Wirtschaftsverbände stehen, ,mit dem Begriff --Ö k o f a s c h i s m u s---!!! bezeichnen. Mittels dieser neuen Waffe/der Klimawaffe sollen Staaten und deren Bürger (ohne bis heute knallhart belegter Fakten bezügl.""weltweiter Temperaturerhöhung" (nicht lokal begrenzter) die Daumenschrau
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Levitian schrieb:
am 22. Mai 2011 um 12:38:05
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@Konny
Da mache ich mir auch keine Hoffnungen. Es wäre ja auch zu schön, würden die Konzerne alle Kosten, die in Zusammenhang mit ihrem
Produkt anfallen, auch tatsächlich selbst bezahlen. Es ist deutlich kostengünstiger, Teile davon auf die Allgemeinheit zu übertragen. Siehe Endlagerung AKW. Aber wenn man weiterdenkt, könnten in dem Fall die Produktion in Deutschland wieder reizvoll sein.Mehr Beschäftigung, höhere Steuereinnahmen etc. Nicht immer den Text der Absahner nachbeten. Selber denken.
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