30.09.2011, 13:35 Uhr | dpa-AFX
Teurer Abriss: Der Rückbau der deutschen Atomkraftwerke wird die Betreiber laut einem Pressebericht Milliarden kosten. E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall müssen mit Kosten von mindestens 18 Milliarden Euro rechnen, bis alle 17 vom Ausstiegsbeschluss betroffenen Kernkraftwerke abgerissen und entsorgt sind, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL) schreibt. Nukleardienstleister können dagegen auf lukrative Aufträge hoffen.
Nach der überraschenden Energiewende mussten die Betreiber unmittelbar acht Reaktoren stilllegen und müssen in den kommenden elf Jahren die restlichen neun Anlagen außer Betrieb nehmen. Mit dem Rückbau wartet eine logistische und finanzielle Herausforderung auf die Branche. Während die Energiekonzerne laut dem Blatt bisher keine konkreten Zahlen nennen, haben die ADL-Experten, die Kernkraftbauer und -betreiber beraten, die Kosten des Rückbaus auf die einzelnen Komponenten und Tätigkeiten herunter gebrochen und für jedes Kernkraftwerk abgeschätzt, wie viel der Rückbau mindestens kosten dürfte. Die Spanne reicht von 670 Millionen Euro bis 1,2 Milliarden Euro je Anlage.
Alleine 150 bis 250 Millionen Euro müssen die Betreiber je Anlage laut dem Bericht in den ersten fünf bis sieben Jahren kalkulieren, wenn die Brennelemente im sicheren Betrieb und mit fast der gesamten Betriebsmannschaft abklingen müssen. Die ADL-Experten warnen laut der Tageszeitung vor Engpässen beim Rückbau. "Der Atomausstieg in Deutschland stellt die Versorger und die Dienstleister vor eine schwierige Aufgabe", sagte Berater Michael Kruse.
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Quelle: dpa-AFX
Lothar schrieb:
am 30. September 2011 um 21:29:48
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Studie und Wahrheit
Unternehmensberatung zeichnet sich offenbar dadurch aus, dass manche Aussage unzutreffend ist - oder wahrscheinlicher
die Journalisten haben die Aussage fehlinterpretiert . Die KKW-Betreiber haben über die Laufzeit des KKW selbstverständlich "Rücklagen für den Rückbau gebildet". Der Staat begünstigt dieses steuerlich und fördert das somit. So unwissend sind die Finanzfachleute in den Konzernen nicht - die lassen Vergünstigungen nicht aus. Also wenig Grund sich zu echauffieren.
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stimmtnicht schrieb:
am 28. September 2011 um 17:44:29
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Rückbau
diese veranschlagte Summe ist ein Witz es wird gewaltig viel mehr Kosten. Wenn man sich mal schlau macht, welcher Aufwand da
getrieben werden muss und wie lange der Rückbau dauert. Und wo wird am Ende der verstrahlte Rest eingelagert?? Wir werden das alles mit bezahlen und auch die Energiekosten steigen erheblich in Zukunft. Selbst erneuerbare Energie wird gewaltig viel in Punkto Instandhaltung kosten, am meisten die Windräder, noch sind die Meisten recht "Neu" aber später nicht mehr!!!
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Zaphod Beeblexbrox schrieb:
am 28. September 2011 um 14:43:06
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AKW Rückbau
Die Abrißkosten werden für Strompreiserhöhungen herhalten müssen, auch wenn die Rücklagen dafür von den Betreibern längst gebildet wurden.
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