22.02.2010, 10:50 Uhr | cs mit apn und dpa
Der Aldi-Gründer Karl Albrecht feiert wohl seinen 90. Geburtstag (Foto: dpa)Er revolutionierte in den 60er Jahren gemeinsam mit seinem Bruder den deutschen Einzelhandel und wurde damit zu einer deutschen Unternehmerlegende. Mit Aldi schuf er den Prototypen des Discounters - und sich damit ein gigantisches Imperium, das ihn zu Deutschlands reichstem Bürger machte. Und einem der geheimnisvollsten, von dem nur ein einziges Foto existiert. Am 20. Februar feierte Karl Albrecht dann seinen 90. Geburtstag. Wohl in seinem Luxusgolfhotel in Donaueschingen - sicher ist das aber nicht. Denn der Multi-Milliardär lebt so zurückgezogen, dass selbst sein Geburtsdatum eine Geheimsache ist, wie auch der Rest seiner Hollywoodreifen Geschichte. Wir beleuchten das Leben von Deutschlands wohl geheimnisumwittertsten Unternehmer.
Der öffentlichkeitsscheue Unternehmer feierte wohl kaum eine große Feier mit Blitzlichtgewitter und Prominententauftrieb. Der Mann lebt so zurückgezogen, dass alle Aussagen über sein Leben in Spekulation münden. Vermutlich wurde Karl Albrecht am 20. Februar in Essen geboren und lebt heute im baden-württembergischen Donaueschingen. Und dort feierte er wohl auch im Nobelhotel Öschberghof seinen Geburtstag.
Der Jubilar hätte allen Grund zu feiern. Denn in diesem Fall sind die Informationen über Albrecht geradezu präzise. Mit seinen Discount-Läden hat er in den vergangenen Jahrzehnten nach Schätzungen des "Manager-Magazins" ein Vermögen von von rund 17,35 Milliarden Euro erwirtschaftet und belegt vor seinem Bruder Theo unangefochten Platz 1 in der Rangliste der deutschen Milliardäre. Die Familie seines jüngeren Bruders Theo (Aldi Nord) kommt danach auf 16,75 Milliarden Euro.
Doch zurück zu den Spekulationen. So soll Albrecht Gerüchten zufolge im Nobelhotel Öschberghof vor den Toren von Donaueschingen regelmäßig verkehren. Denn das schicke Golfhotel soll Medienberichten zufolge zum Reich des Aldi-Patriarchen gehören. Der betagte Milliardär, der angeblich in einem eher schlichten Bungalow in der Nähe des Hotels lebt, gilt als hervorragender Golfer und leidenschaftlicher Orchideenzüchter. Genaue Informationen dazu gibt es natürlich nicht. Ein Anruf im Hotel Öschberghof bringt keine Klarheit: "Er hat 90 Jahre durchgehalten, nichts zu sagen und wird es auch jetzt nicht tun", sagte Hoteldirektor Alexander Aisenbrey.
Dabei bietet die Geschichte des Unternehmers Stoff für einen Hollywood-Film - eine Ruhrpott-Variante des amerikanischen Traums. Denn so viel ist bekannt: Karl Albrecht wuchs in einfachen Verhältnissen in Essen als Sohn eines Bergarbeiters auf. Um das Einkommen nach einer Staublungenerkrankung des Vaters aufzubessern, eröffnete die Mutter im Arbeitervorort Schonnebeck 1913 einen kleinen Lebensmittelladen. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahmen die Brüder das Geschäft und bauten nach und nach unter dem Namen "Feinkost Albrecht" eine kleine Ladenkette auf.
Der wirkliche Durchbruch kam mit dem Discount-Konzept. 1962 eröffnete der erste Aldi-Markt. Die Idee der gewieften Einzelhändler: Mit spartanischer Einrichtung und einem stark reduzierten Angebot bei gleichzeitigen Niedrigpreisen wollten die Brüder das Einkaufen in Deutschland revolutionieren. Mit durchschlagendem Erfolg. So explodierte mit den Jahren die Zahl der Aldi-Filialen. Allein in der Bundesrepublik gibt es heute mehr als 4000 Läden. Längst sind die Brüder auch in Übersee aktiv und erwirtschaften über die Hälfte des Umsatzes mittlerweile im Ausland.
Schon 1960 teilten die Brüder ihr gemeinsames Imperium auf. Karl Albrecht übernahm den Teil südlich der Ruhr. Daneben betreibt er inzwischen mehr als 1000 Aldi-Märkte in den USA und die Hofer-Märkte in Österreich. Allerdings zog sich Karl Abrecht schon in den 90er Jahren aus dem operativen Geschäft zurück.
Obwohl nahezu jeder Deutsche die Discountkette Aldi kennt, gelang es den Brüdern, ihr Privatleben weitgehend von der Öffentlichkeit abzuschotten. Bekannt ist nur: Karl Albrecht ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Nur einmal standen die Brüder grell im Rampenlicht - als Theo Albrecht 1971 entführt wurde und erst nach 17-tägiger Gefangenschaft gegen Zahlung eines Lösegeldes von 7 Millionen Mark freigelassen wurde. Nach diesem Vorfall zogen sich die Familien Albrecht noch stärker aus der Öffentlichkeit zurück.
Quelle: dapd , t-online.de , dpa
Anni schrieb:
am 21. Februar 2010 um 18:32:05
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Aldi
Ich verstehe die Neid-Debatte der SPD und der Linken nicht. Milliadäre wie Albrecht, Müller ( Milch), Schlecker und Schwarz (Lidl und
Kaufland ) sind Wohltäter der
Deutschen und müßten daher alle Unterstützung der Poltitik bekommen. Vielleicht sogar den Verdienst-Orden.
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Dieter schrieb:
am 21. Februar 2010 um 18:07:12
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Karl Albrecht
All denen die hier ehrliche Glückwünsche ausgesprochen haben, haben es richtig erkannt,dieser Mann ist Spitze. Ich habe 40
Jahre für diese Firma gearbeitet und bin dankbar gewesen für diese tolle interessante und sehr gut bezahlte Arbeit. Von ausnutzen keine Spur. Leistung wurde angemessen bezahlt und ich wurde immer fair behandelt. Der Mensch stand und steht immer an erster Stelle.
Danke Karl Albrecht und alles alles Gute
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eksom schrieb:
am 21. Februar 2010 um 16:25:47
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Theodor Albrecht
Dieser Herr T. A. lebt in Essener SÜDEN.
Seine Strasse ist in keiner Karte und in keinem Stadtplan aufgezeichnet. Auch
seine Telefonnummmer nicht.
Wenn Sie ihn beim Einkaufen in Stadttmitte von Essen oder in Essen-Rüttenscheid einmal sehen würden, würden Sie denken: "Was für ein armer Renter...
Hat er denn keine Geld für vernünftige Klamotten?" :)
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