Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Specials > Schuldenkrise >

Als "Operation Goldfinger" scheiterte

...

Als "Operation Goldfinger" scheiterte

08.11.2011, 14:25 Uhr | Financial Times Deutschland

Die deutsche Bundesbank verfügt über 3401 Tonnen Gold.  (Quelle: imago)

Die deutsche Bundesbank verfügt über 3401 Tonnen Gold. (Quelle: imago)

Das Vermögen der Bundesbank lockt seit jeher Politiker an. Doch der Tresor in Frankfurt blieb stets zu. "FTD.de" zeigt, wer schon an den Goldschatz der Zentralbank wollte.

Waigel wollte 1997 Goldreserven neu bewerten

Dass die Politik nach Bundesbankvermögen greift, ist nicht neu. Immer wieder im Visier: der Goldschatz der Frankfurter Institution, mit dem Etatlöcher gestopft werden sollten. Wie 1997 bei Theo Waigels (CSU) "Operation Goldfinger": Der damalige Bundesfinanzminister wollte die seinerzeit 95 Millionen Feinunzen, die nach dem Niederstwertprinzip mit jeweils 144 D-Mark in den Büchern der Bundesbank standen, neu bewerten - und zwar zum Marktpreis von 600 D-Mark.

Unklare Rolle von Bundesbankchef Tietmeyer

Das hätte dem Bund bis zu 40 Milliarden D-Mark Gewinn beschert. Zumindest öffentlich schlug Bundesbankchef Hans Tietmeyer Alarm - dabei war er es selbst, der Waigel dazu geraten hatte. Allerdings verlor Tietmeyer an Rückhalt im eigenen Haus und fiel Waigel in den Rücken.

Partner-Angebot
Stromkosten zu hoch?
Jetzt Strompreise vergleichen und Anbieter wechseln (Foto: Montage)

Jetzt mit dem Verivox-Stromrechner Anbieter vergleichen, wechseln und Geld sparen!

Strompreisvergleich

Gold sollte Sozialreform finanzieren

Auch ein zweiter bekannter Angriff auf das Bundesbankgold scheiterte kläglich. 2003 ging es nicht um das Stopfen von Schuldenlöchern, sondern um eine Reform des Sozialsystems. Eine Kommission unter Vorsitz von Ex-Bundespräsident Roman Herzog schlug vor, die Pflegeversicherung in ein Prämienmodell mit Kapitaldeckung umzubauen. Zum Aufbau des Kapitalstocks sollten Goldreserven verkauft werden. Nachdem sich Bundesbankpräsident Ernst Welteke öffentlich gegen die Pläne gewehrt hatte, zog Herzog den Vorschlag schnell wieder zurück.

Welteke wollte ein Sechstel der Reserven verkaufen

Ausgerechnet Welteke, der den Goldschatz stets mit Verve verteidigte, blies nur ein Jahr später zum nächsten Angriff: Er schlug vor, bis zu 600 Tonnen, mehr als ein Sechstel der deutschen Reserven, zu verkaufen, um Geld für das Bildungssystem hereinzuholen. "Eine interessante Idee", befand Regierungssprecher Béla Anda im Auftrag von Bundeskanzler Gerhard Schröder. Zustimmung kam auch vom grünen Koalitionspartner, sogar die Opposition zeigte sich nicht abgeneigt. Wieder aber sperrten sich Gremien in der Bundesbank und der damalige Finanzminister Hans Eichel.

Partner-Angebot
Traum-Job finden
Jobsuche bei t-online.de (Foto: t-online.de)

Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten

Goldverkauf zum Anschieben der Konjunktur

2009 dann forderte Unions-Haushaltsexperte Steffen Kampeter den Verkauf der Goldreserven, um Konjunkturpakete zu finanzieren. Die Reserven seien schließlich für Krisenzeiten angelegt worden. Kurz darauf wurde der heutige Finanzstaatssekretär von Finanzminister Peer Steinbrück in die Schranken gewiesen. Der Tresor der Bundesbank blieb verschlossen - wieder einmal.


Anzeige
2,6% Zinsen aufs Trading-Konto
Testen Sie den Devisen-Handel mit dem kostenlosen Demokonto der FXdirekt Bank (Quelle: FXdirekt Bank AG)

Devisen-Handel beim Testsieger, Cash Back und keine Ordergebühren!

Jetzt sichern

Quelle: Financial Times Deutschland

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Als "Operation Goldfinger" scheiterte" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Als "Operation Goldfinger" scheiterte" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (33)

zum Forum

Thema: "Als "Operation Goldfinger" scheiterte"

Carri schrieb: am 8. November 2011 um 15:12:54
(10) (0) Goldreserven
War es in den USA nicht ein Republikaner der die US-amerikanischen Goldreserven einmal auf ihren tatsächlichen Goldgehalt hin
überprüfen lassen wollte? Was hat ihn zu diesem Begehren veranlasst? Wenn nun die deutschen Goldreserven zum großen Teil in den USA lagern, was wäre dann mit deren tatsächlichem Goldgehalt? Wird sich hier also um etwas Gedanken gemacht das evtll schon nicht mehr existiert?
mehr Kommentar melden

MIBA schrieb: am 8. November 2011 um 15:01:36
(6) (1) @Zukunft 3
Wenn der drittgrößte Goldinhaber also wir, seine Bestände verkauft, stürzt der Goldpreis gnadenlos ab, genauso wenn de Beers
alle seine Diamanten verkaufen würde, wären die Diamonds nicht mehr the girls best friend. Bei anderen Dingen haben Sie zweifelsfrei recht, wir können die schönsten Dinge produzieren aber kann sie keiner kaufen, bleiben wir drauf sitzen und gehen gnadenlos in die Pkeite.
mehr Kommentar melden

Zukunft 3 schrieb: am 8. November 2011 um 14:51:53
(0) (1) @MIBA
Na den Vergleich mit Gysi überhör ich mal grinsend. Bitte ziehen Sie in Ihre Kalkulation mit ein das in einem solchen Fall von
einseitiger Anhäufung der Rohstoffe die Märkte darauf auf breiter Basis mit deutlichsten Verknappungen und somit exorbitanten Goldpreissteigerungen reagieren. Gleichzeitig werden wir eine Minus-Inflation bekommen. Tendenziell wird diese Rechnung schon aufgehen. Es ist nicht damit getan den Rohstoffpreis heute mal Menge gleich Preis zu setzten.Sicher ists noch komplexer.
mehr Kommentar melden

alle Kommentare
Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr

Shopping

Einkaufswelt
Himmlischer Weingenuss
Spitzenweine bei Hawesko

6 Fl. 2010er Condesa Eylo Verdejo + Karaffe für nur 39,- € statt 72,30 €. von Hawesko

Einkaufswelt
Passform-Mode für Damen
Premium-Mode mit perfekter Passform - von RAPHAELA by BRAX

Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special

Einkaufswelt
Festnetz Flat Optionen
Festnetz Flat Option - Endlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Volle Kostenkontrolle - von congstar.de

Endlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Volle Kostenkontrolle. von congstar.de

Einkaufswelt
Stilsicher in jeder Situation
Stilvolle Herrenanzüge von Daniel Hechter

Modische Herrenanzüge von Daniel Hechter für Business und beson-
dere Anlässe. zum Special


Downloads & Shops

Minus 29%: CutOut PRO
CutOut PRO (Quelle: Softwareload)

Der Meister für feinste Freistellungen und präzise Montagen. mehr

THW Simulator 2012
THW Simulator 2012 (Quelle: rondomedia)

Fahrzeuge bergen, Brücken bauen und mehr. Jetzt kaufen


Aus anderen Bereichen

Röttgen will sich doch nicht äußern
Norbert Röttgen will jetzt wohl doch nicht auspacken (Quelle: dpa)

Ministerium dementiert Gerüchte. mehr

"Ein großer Sänger ist zu jung gestorben"
Der Bee-Gees-Star Robin Gibb ist tot. (Quelle: dpa)

Musikbranche trauert um Robin Gibb. mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige