16.01.2012, 10:15 Uhr | dpa-AFX, dapd
American Airlines meldet nach hohen Verlusten Insolvenz: Der Mutterkonzern der drittgrößten US-Fluggesellschaft, AMR Corp., hat am Dienstag vor einem New Yorker Gericht Gläubigerschutz nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts beantragt.
Nach Angaben der Gesellschaft läuft der Flugbetrieb aber vorerst normal weiter. Ziel des Schritts ist es, sich von Schulden zu befreien, um wieder durchstarten zu können. American Airlines plagt sich seit langem mit hohen Verlusten. Alleine in den ersten neun Monaten diesen Jahres war unterm Strich ein Minus von 884 Millionen Dollar angefallen.
Im dritten Quartal lag das Minus von American bei 162 Millionen Dollar. Das Unternehmen machte in 14 der letzten 16 Quartale Verluste. Dadurch hat sich bei AMR über die Jahre ein riesiges Defizit angehäuft. Der Fluglinie machen die hohen Spritkosten und die scharfe Konkurrenz zu schaffen. Zudem liegt American Airlines mit den Mitarbeitern über deren Bezahlung im Clinch. Ein neuer Mann an der Spitze soll nun das Ruder herumreißen: Thomas Horton folgt Gerard Arpey nach, wie American Airlines am Firmensitz in Fort Worth erklärte. "Das ist ein schwieriges Geschäft", räumte der frisch gekürte Firmenchef ein.
Die Unternehmen beantragten die Insolvenz nach eigenen Angaben, um die Kosten senken und die Schulden abbauen zu können. Dadurch wolle man wieder wettbewerbsfähig werden, hieß es. Tarifverträge zwängen American, mindestens 600 Millionen Dollar mehr auszugeben als andere Fluglinien.
Noch ist unklar, welche langfristigen Auswirkungen die Insolvenz haben wird. American Airlines ist Teil des Luftfahrtbündnisses Oneworld, dem die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin 2012 beitreten will. Zudem hatte die US-Fluglinie erst vor einigen Monaten einen gigantischen Auftrag für neue Flugzeuge an Airbus und Boeing vergeben.
American war die einzige der großen US-Fluggesellschaften, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nicht Insolvenz anmelden musste. Als letzte große Airline traf es 2005 Delta.
Quelle: dpa-AFX , dapd
Tatsache ist schrieb:
am 29. November 2011 um 23:20:59
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@Alf
aber Hallo, was schreibst du hier für Müll? Chapter 11 gewährt Firmen die Pleite (Zahlungsunfähig!) sind für eine gewisse
Zeitspanne Gläubigerschutz. In Deutschland müßten diese Firmen Insolvenz anmelden. In beiden Fällen wird eine Sanierung der Pleitegesellschaften versucht, die aber in der Regel in die Hosen geht.................!
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Alf schrieb:
am 29. November 2011 um 20:18:37
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Chapter 11 ... ist noch lange nicht pleite... auch wenn Deutsche Nachrichten davon faseln.solcghen Mist erzähjlen.
Chapter 11... man begibt
sich darunter, um sein Unternehmen neu zu strukturieren und unbrauchbare, defizitäre Bestandteile abzustoßen bzw. plattzumachen. Es ist verfrüht, unter diesen Umständen von Pleite zureden. Das sieht anders aus. Das es bei PAN AM und TWA damals nicht funktioniert hat, hatte andere Ursachen.
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steuermob schrieb:
am 29. November 2011 um 20:17:53
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Insolvenz
Unternehmen können sowohl in USA als auch bei uns durch Insolvenz Gläubiger schädigen. Nicht immer haben die insolventen
Unternehmen schuldhaft gehandelt. In solchen Fällen kann man eine Schuldbefreiung als sinnvoll und gerechtfertigt ansehen. Wie der Fall bei AA liegt, wissen nur Insider. Mit krimineller Energie können sich Manager dadurch aber (durch überzogene Entnahmen, Gehälter, Prämien, Boni, Verschiebungen an befreundete Subunternehmen usw) auch bereichern. Das muß verhindert werden. Wie?
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