30.01.2012, 12:44 Uhr | dpa-AFX
Wirtschaftsgigant China: In der globalen Krise hat die Volksrepublik ihr Gewicht auf der Weltbühne stetig ausgebaut. Das starke Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft ist ein wichtiger Motor für die schwächelnde Weltkonjunktur. Die schuldengeplagten europäischen Staaten und die Architekten des Euro-Rettungsschirmes buhlen um die Milliarden, die China in seinen weltgrößten Devisenreserven angehäuft hat. So wird auch Kanzlerin Angela Merkel am Donnerstag und Freitag in Peking nicht nur um Vertrauen in Europa, sondern auch um mehr chinesische Investitionen in Deutschland werben.
Der asiatischen Großmacht fällt zudem immer mehr politische Verantwortung zu. Keine Krise, in der es nicht auf die Kooperation mit China ankommt: Sei es der Atomstreit mit dem Iran und der Ölboykott, die Nuklearwaffen Nordkoreas, oder der Umgang mit dem repressiven Regime in Syrien. Merkel sieht zwar "unterschiedliche Meinungen" mit China, wie zum Beispiel bei den Sanktionen gegen Teheran, aber auch "gemeinsame außenpolitische Interessen". Als nicht-ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat in diesem Jahr will Deutschland eng mit der Veto-Macht kooperieren.
Im Rahmen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) und in den internationalen Finanzgremien ist China ebenfalls zum gewichtigen Gesprächspartner aufgestiegen. Der Chef-Ökonom der Weltbank ist ein Chinese, ebenso der Vizepräsident des internationalen Währungsfonds (IWF). Mit dem Zuwachs seiner Stimmrechte hat sich China zum drittstärksten Mitglied im Währungsfonds emporgeschwungen - nach den USA und Japan.
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Parallel wachsen die Abhängigkeiten. Als Entgegenkommen für seine "helfende Hand" wünschte sich China von den Europäern die Einstufung als Marktwirtschaft, was Schutz in Handelsstreitigkeiten böte. Gerne hätte Peking ferner eine Aufhebung des Waffenembargos. Die hoch verschuldeten USA stecken längst in einem Dilemma: China ist der größte ausländische Käufer amerikanischer Staatsanleihen. US-Außenministerin Hillary Clinton brachte es mit der Frage auf den Punkt: "Wie redest du Klartext mit deinem Banker?"
Auch Deutschlands Wohlergehen hängt zunehmend von China ab. Das bevölkerungsreichste Land der Erde ist zum zweitwichtigsten deutschen Handelspartner weltweit aufgestiegen. Die deutsche Wirtschaft hätte die Krise kaum so gut bewältigt, wenn die Exporte nach China nicht so rasant gestiegen wären. 2010 verkauften deutsche Exporteure 44 Prozent mehr Waren nach China. Das starke Wachstum hielt auch 2011 an - mit einem Plus von 22 Prozent schon in den ersten drei Quartalen.
Trotz Abkühlung wächst Chinas Wirtschaft immer noch mit 9,2 Prozent - eine Wachstumsrate, von der andere nur träumen. China ist der größte Automarkt der Welt. Nirgendwo sonst verkaufen deutsche Autohersteller wie Volkswagen oder Audi so viele Autos. Deutsche Chemieriesen rechnen auch in Zukunft mit zweistelligen Zuwachsraten ihrer Industrie in China und investieren Milliarden.
Ein Großteil internationaler Konzerne will auch Forschungseinrichtungen in China aufbauen, um auf dem Wachstumsmarkt besser präsent zu sein. "Innovation und Forschung ist keine Insel, die uns auf ewig erhalten bleibt", glaubt ein Vorstandsmitglied eines deutschen Weltunternehmens. Er stellt sich auf härteren Wettbewerb mit chinesischen Unternehmen ein, sieht deswegen aber nicht den Untergang voraus. "Es muss nur ein gerechter Wettbewerb sein."
Das fordert die IWF-Chefin in Davos. Indes soll Griechenland seine Budgetkontrolle abgeben. zum Video
Offen äußerte der US-Botschafter in Peking, Gary Locke, die Besorgnis der USA über Chinas Währungs- und Wirtschaftspolitik oder wie es sich Rohstoffe in Afrika, Lateinamerika oder Asien sichert. China müsse sich an die Spielregeln des internationalen Handelssystem halten - "von dem China so viel profitiert hat", sagte Locke in einem Interview des National Public Radio (NPR) der USA. "Wir heißen ein zunehmend wohlhabenderes China willkommen, aber es muss auch größere Verantwortung für die internationale Ordnung übernehmen."
Quelle: dpa-AFX
Steffen schrieb:
am 30. Januar 2012 um 15:05:53
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(2)
.........
Jetzt ist es soweit die Merkel muss schon in China für Deutschland werben,wie armselig sind wir schon runtergekomm nichts mehr mit
vorzeige Land und Wirtschaft Made in Germany.Die gelbe Gefahr ist gekommen wie man es vor 65 Jahren vorhergesagt hat,man müsste die einfuhr so hoch versteuern von Waren aus China das sie wieder hier produziert werden.
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carlo schrieb:
am 30. Januar 2012 um 14:34:24
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(0)
china
An China kommt keiner vorbei, keine Frage - nur wer hat diesen Wunsch.
Einzig und allein stelle ich hier die Frage - warum zahlen wir
noch immer
EntwicklungsHILFE an dieses LAND ???
Wer beantwortet mir in einem Satz diese Frage.
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micha schrieb:
am 30. Januar 2012 um 14:22:44
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China
wie sieht es hinter den Kulissen aus wieviel menschen leben in Armut 29000000 Menschen auch dort wächst die Armut. Katastrofen
gebiete kommt keine hilfe
schande sich in gute licht zu stellen was kommt aus China wie gehen die mit Kontrollen um die haben keine Präzision
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