07.02.2012, 15:04 Uhr | dpa-AFX
Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse (Quelle: dpa)
Cash ist Trumpf in der Schuldenkrise: Verunsicherte Privatanleger haben im vergangenen Jahr Milliarden aus Fonds abgezogen. Von Publikumsfonds - unter anderem Renten- und Aktienfonds - flossen unter dem Strich 16,6 Milliarden Euro ab, wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in Frankfurt mitteilte. Mit einer schnellen Trendwende rechnet die Branche nicht: "Der Januar war insgesamt wieder negativ", sagte BVI-Präsident Thomas Neiße.
"Die Verkäufe der Privatanleger sind der Suche nach Sicherheit geschuldet", erklärte Neiße. "Viele Bürger haben mittlerweile das Vertrauen verloren. Dies gilt sowohl für das Vertrauen in die Stabilität unserer Währung als auch für das Vertrauen in das Finanzsystem. Und das gilt insbesondere für das Vertrauen in die Fähigkeit der europäischen Politik, die Verschuldungskrise zu lösen."
Dagegen investierten institutionelle Investoren mitten in der Euro-Schuldenkrise weitere 45 Milliarden Euro in Spezialfonds. Insgesamt verwaltete die Fondsbranche in Deutschland Ende des Jahres 2011 ein Vermögen von 1,783 (Vorjahr: 1,832) Billionen Euro - direkt und indirekt für etwa 50 Millionen Anleger.

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BVI-Hauptgeschäftsführer Thomas Richter betonte, er sehe bei Privatanlegern kein generelles Misstrauen gegenüber Aktienfonds. "Es liegt vielmehr eine Vertrauenskrise in den Kapitalmarkt vor." Publikumsfonds hätten in den vergangenen 20 Jahren ganz erheblich zum Vermögensaufbau beigetragen, bilanzierte Richter: "Dieser Trend ist weiterhin intakt."
Wachstumspotenzial sehen die Kapitalanlagegesellschaften auf dem Feld der privaten Altersvorsorge. Angesichts niedriger Zinsen und wachsender Inflationsgefahren könne beispielsweise mit Bundesanleihen kaum erfolgreich vorgesorgt werden, erklärte der Branchenverband.
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Quelle: dpa-AFX
Banker schrieb:
am 8. Februar 2012 um 03:21:44
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Zocker
Privatanleger sollten mal alle auf einmal ihr Kapital rausziehen dann würden die abgehobenen Banker wieder an Bodenhaftung gewinnen,
denn dass ist das, was ihnen fehlt. Spekulieren mit anderer Leute Geld, sich verzocken und dann auch noch nicht einmal Haftbar dafür sein?! Wo gibts denn sowas? Doch wohl nur in unserem Bankensystem. In der freien Wirtschaft wären sie schon längst fertig. Insolvent, konkurs, pleite!
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Udo 2012 schrieb:
am 7. Februar 2012 um 17:58:33
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Geldflucht
Geldgeschäfte sind Vertrauenssache - aber wem kann man heutzutage noch
vertrauen??? Nachdem so viele Anleger abgezockt und
betrogen wurden,
ist diese Reaktion nur all zu menschlich. (Hatte selbst die -Ehre- mit Telecom u.
Post - Sammelklage: Pustekuchen - vom Winde verweht - Kohle ade).
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moni schrieb:
am 7. Februar 2012 um 16:40:21
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Anlegerflucht
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Wenn Geld einen Gegenwert für Arbeit/Ware darstellt, wie ursprünglich geplant,
läßt sich logischerweise aus (Geld)Arbeit nicht zusätzliche Arbeit(Geld) machen ohne Zutun.
Das gegenwärtige Bänker-System entspricht einem Perpetum mobile aus Arbeit/Ware durch Spekulation mehr Arbeit / Ware zu machen. Das klappt halt nicht, so gibts die Pleiten. Thermodynamik.
Altersvorsorge auf Spekulation funktioniert halt auch nicht, nur die Provision der Vermittler.
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