02.01.2012, 13:42 Uhr | t-online.de - Niklas Ewert
Europa ist in finanziellen Fragen zweigeteilt. Während die Anleger in Ländern wie Italien bei der Investition in Staatsanleihen ordentliche Zinsen einstreichen, sieht es in Dänemark anders aus. Hier müssen die Investoren sogar eine Art Prämie bezahlen, damit sie überhaupt anlegen dürfen. Das sprichwörtliche Sparen "unter dem Kopfkissen" käme die Investoren günstiger.
Gerade Italien musste nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi für die am Markt platzierten Staatsanleihen tief in die Tasche greifen. Das Vertrauen in die Sicherheit der Papiere war derart gering, dass die Forderungen nach Risikoaufschlägen seitens der Investoren auf rund sieben Prozent stiegen. Im Vergleich dazu muss Deutschland nur knapp 1,8 Prozent bieten - hier ist das Vertrauen in die wirtschaftliche Stärke und Rückzahlfähigkeit des Landes nach wie vor vorhanden.
Laut der Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" (FTD) hat sich in Dänemark jetzt der Trend umgekehrt. Hier scheint das Vertrauen in den Staat noch größer zu sein: die Anleger bekommen bei der Investition in Staatsanleihen keine Zinsen. Damit sie überhaupt anlegen können, müssen sie eine Prämie zahlen. Diese "negativen Zinsen" bei den Anleihen sind laut Angaben der Zentralbank ein absolutes Novum in der Geschichte des Landes.
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Der Spezialist der dänischen Zentralbank, Ove Jensen, wird wie folgt zitiert: "Es war die erste Auktion mit negativen Zinsen, die wir bisher hatten". Den Anlegern sei die Geldvermehrung offenbar nicht so wichtig wie die Sicherheit der Anlageform: "Wichtig ist, dass man sein Geld zurückbekommt".
Die zu zahlenden negativen Zinsen sind allerdings sehr gering. So verliert der Anleger laut "FTD" bei einer Anleihe mit einer Laufzeit über drei Monate 0,21 Prozent des eingesetzten Kapitals, bei einem halbjährigen Titel 0,07 Prozent. Erst bei einer neunmonatigen Anleihe kann eine minimale Rendite von 0,03 Prozent realisiert werden. Angesichts der sehr geringen Verluste bei den kurzfristigen Anleihen ist somit eine Staatsanleihe auch in Dänemark die bessere Alternative zum Kopfkissen - denn bei einem Einbruch wäre alles weg.
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Quelle: t-online.de
Kaufmann schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 13:48:44
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Staatsanleihen
Nichts neues, die Schweiz zahlt für Staatsanleihen seit 1 Jahr keine Zinsen,trotzdem sind bei Emission diese CHF Anleihen ein
vielfaches überzeichnet worden,d.h. die anleger (Mindestens 50.000) spekulieren auf den sicheren CHF etc.
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reini schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 13:13:40
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Dänemark
Noch Fragen zum Euro.die Länder die keinen haben außer England,denen geht es gut.Ergo weg mit diesem Spielgeld für Banker u.a
Geldverbrenner und zurück zu den Nationalwährungen.
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Defalco schrieb:
am 30. Dezember 2011 um 11:58:20
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@Denker
Der von Denker beschreibene Ansatz ist ein weiterer Grund ein solch vermeitliches Minusgeschäft zutätigen. Allerdings sind Franken
und Krone derart überbewertet, dass man da nicht groß auf Steigerung setzen sollte. Wenn der € den Bach runter geht ist die megaharte Währung die DM. Franken und Krone würden extrem an Wert verlieren und das geht dann richtig ins Geld.
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