22.05.2010, 16:24 Uhr | AFP, apn
Die AOK ist mit 24 Millionen Mitgliedern Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse (Foto: imago)
Die rund 24 Millionen Versicherten der AOK können ab Juni ihre Ärzte bewerten. Dazu stellt die größte gesetzliche Krankenkasse einen Katalog mit rund 30 Fragen ins Netz, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag berichtete. Der AOK geht es um eine Orientierungshilfe für die Suche nach dem passenden Arzt.
"Bei unseren Versicherten besteht ein großer Bedarf an verlässlichen Informationen über die Qualität und das Angebot von Ärzten", sagte der Vize-Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann, der Zeitung. In dem Fragenkatalog geht es vor allem um soziale, kommunikative und organisatorische Aspekte, etwa die Möglichkeit zu Gesprächen mit dem Arzt oder die Wartezeiten, weniger um eine medizinische Beurteilung.
Starten soll das Projekt laut Bericht in Hamburg, Berlin und Thüringen. AOK-Versicherte können dort die Fragebögen zu ihrem Haus- oder Facharzt im Internet ausfüllen. Im Herbst sollen erste Zeugnisse veröffentlicht werden. Nach AOK-Angaben kann nur durch eine große Datenmenge sichergestellt werden, dass die Urteile über einzelne Ärzte nicht manipuliert oder verfälscht werden.
Um einen Missbrauch auszuschließen, dürfen die Patienten ihren Arzt nur einmal bewerten. Auch kann kein Freitext eingegeben werden, womit Schmähungen und Beleidigungen ausgeschlossen werden sollen. Der Mediziner kann zudem entscheiden, ob er die Auswertung der Zeugnisse veröffentlicht sehen möchte oder nicht. Stimmt er nicht zu, wird dies jedoch vermerkt.
Das Ärzte-Bewertungsportal der AOK hatte bei der ersten Ankündigung im vergangenen Jahr heftige Diskussionen ausgelöst. Ärztevertreter warnten vor einem möglichen Missbrauch, der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar forderte eine Objektivierung der Urteile der Patienten. Auf die Kritk habe die AOK bei der Ausarbeitung ihrer Internet-Seite reagiert, betonte Graalmann.
Quelle: dapd , AFP
waldläufer schrieb:
am 25. Mai 2010 um 13:19:19
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AOK
Vielleicht sollte die AOK erst einmal bei sich selbst anfangen. Wenn man sieht,mit welch rüden Methoden die AOK gegen Leistungserbringer
vorgeht, wird einem schlecht. Dort sollte der Service verbessert werden.
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Leser schrieb:
am 25. Mai 2010 um 09:12:18
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es geht weiter abwärts
Was für ein überheblicher bürokatischer "Haltet den Dieb"-Schwachsinn.
Wird sicher "Idee des Monats" bei den
gesundheitspolitischen Sprechern der Funktionsparteien.
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Captain Hook schrieb:
am 24. Mai 2010 um 11:01:24
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Ärzte bewerten
Besser wäre noch ein Bewertungsportal für Krankenkassen - dort würde die AOK sicher nicht besonders gut abschneiden.. ;
ach ja, am besten auch noch ein Bewertungsportal über Patienten, damit die Ärzte wissen, wen sie vor sich haben!
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