31.01.2012, 15:56 Uhr | Der Aktionär
Apple begeistert die Anleger und lässt den Nasdaq 100 auf ein Zehn-Jahres-Hoch steigen. Die Zeit ist reif, den Hebel anzusetzen.
Amerika schien noch vor einem Jahr in Arbeitslosigkeit zu versinken, die Staatsverschuldung war aus dem Ruder gelaufen, die Wirtschaft kam nicht vom Fleck. Und nun? Während Europa die Wachstumskraft ausgeht, zeigt Amerika Stärke. In diesem Jahr dürften die USA um 2,5 Prozent und im kommenden Jahr um drei Prozent wachsen. Auch das Verschuldungsproblem scheint mittlerweile nicht mehr so gravierend zu sein. Laut einer Untersuchung des McKinsey Global Institute geht nur in den USA, Südkorea und Australien die Gesamtverschuldung in Relation zur Wirtschaftsleistung (BIP) zurück, während sich die Eurozone in immer tiefere Probleme verstrickt.
Von Schuldenproblemen sind die großen US-Technologiekonzerne dagegen weit entfernt. Die drei Riesen Apple, Microsoft und Intel haben zusammengenommen rund 150 Milliarden Dollar auf der hohen Kante und könnten rein theoretisch
die drei DAX-Konzerne Siemens, Infineon und Deutsche Telekom aufkaufen. Spitzenreiter mit fast 100 Milliarden Barvermögen ist Apple. Der Elektronikkonzern hat mit seinem kürzlich veröffentlichten Quartalsbericht Maßstäbe gesetzt. Bei einem Umsatz von mehr als 46 Milliarden Dollar erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von 13 Milliarden Dollar – das sind 100.000 Dollar pro Minute. Und ein Ende des „i-Booms“ ist nicht in Sicht. Mit „fantastischen neuen Produkten in der Pipeline“ soll der Gewinn im zweiten Quartal auf 8,50 Dollar je Aktie steigen. Das ist nicht nur ein Drittel mehr als im letzten Jahr, sondern auch deutlich mehr als von Analysten erwartet.
Angetrieben von der Apple-Aktie ist der Nasdaq 100, in dem die 100 größten Tech-Werte enthalten sind, auf den höchsten Stand der letzten zehn Jahre gestiegen. Aus charttechnischer Sicht ist nun der Weg bis 3000 Punkte frei – ein Potenzial von über 20 Prozent. Auch aus bewertungstechnischen Gründen spricht vieles für weiter steigende Kurse: In den letzten fünf Jahren lag das KGV der großen US-Technologiekonzerne im Schnitt bei einem Wert von 20, gegenwärtig beläuft es sich auf rund 13.
Der Apple-Chef verdiente 2011 378 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 295 Millionen Euro. zum Video
Gute Wachstumsaussichten und eine günstige Bewertung sprechen für steigende Kurse bei US-Tech-Aktien. Mit dem Mini-Long auf den Nasdaq 100 sind Anleger mit Hebel 3,2 dabei.
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Quelle: Der Aktionär
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