21.05.2010, 14:38 Uhr
Arbeiten im Ausland ist für deutsche Manager eher selten eine Option. (Foto: Imago)
Ins Ausland, um Karriere zu machen? Deutsche Führungskräfte sind nicht scharf drauf. Und wenn sie wechseln, sind sie nach kurzer Zeit wieder zurück.
Das beliebteste Arbeitsland für deutsche Manager ist und bleibt die Schweiz: Dorthin zieht es jeden vierten Karriereauswanderer. Danach folgen mit Abstand Großbritannien (acht Prozent) sowie die USA und Österreich mit etwa sieben Prozent. Dort, wo Deutsch oder Englisch gesprochen wird, fühlen sich Deutsche am ehesten wohl, leitet Experteer-Chef Göttsch aus diesen Zahlen ab.
Das Interesse beruht auf Gegenseitigkeit, wie die Studie ergibt. 13 Prozent der "Einwanderer" kommen aus der Schweiz, gut zehn Prozent aus den USA und mehr als acht Prozent aus Großbritannien. Deutschland zieht überdurchschnittlich viele Führungskräfte mit Doktortitel sowie langjähriger Berufserfahrung an, die vorher als Abteilungsleiter, Manager oder Geschäftsführer im Mittelstand tätig waren. Nicht allzu verwunderlich, sagt Experteer-Geschäftsführer Göttsch, denn in diesem Segment zahle Deutschland zusammen mit der Schweiz im Europavergleich die höchsten Gehälter.
Deutsche Manager, die es ins Ausland zieht, kommen vor allem aus der Automobilindustrie (36 Prozent). Weitere Industriezweige, in denen überdurchschnittlich viele Deutsche im Ausland Karriere machen, sind mit 30 Prozent die Elektroindustrie sowie mit rund 27 Prozent die Experten aus dem Maschinenbau.
Quelle: Financial Times Deutschland
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