22.02.2012, 16:12 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
Deutschlands Gefängnisse erweisen sich nach Recherchen des Wirtschaftsmagazins "impulse" zunehmend als verlängerte Werkbank für das verarbeitende Gewerbe. Allein in Bayern würden Unternehmen an 37 Standorten auf insgesamt 90.000 Quadratmeter Produktionsfläche zurückgreifen. Damit könnten sie in den Justizvollzugsanstalten Produktionsspitzen bei gleichbleibender Qualität und zu günstigen Tageslöhnen zwischen 8,51 bis 14,18 Euro abfedern.
Bayerns Strafanstalten erwirtschaften laut "impulse" pro Jahr mit solchen Geschäften rund 45 Millionen Euro Umsatz. Besonders gut im Geschäft sei das Hochsicherheitsgefängnis in Straubing. Dort würden allein rund sieben Millionen Euro umgesetzt. Für den Triebwerkshersteller MTU arbeiteten dort rund 100 Häftlinge. Der MTU-Werksleiter vor Ort, Karl-Heinz Bischoff, sagte: "Es beeindruckt mich immer wieder, mit welcher Begeisterung hier für einen Niedriglohn gearbeitet wird." Im Durchschnitt erhielten die Insassen 1,23 Euro Stundenlohn ausbezahlt.
Die Auftraggeber schätzten den Mix aus Niedriglöhnen und hoher Qualität, sagte Regierungsamtsrat Gunther Zettl. Oft sei die Qualität der Produkte besser als im Ausland, was Unternehmen dazu veranlasse, Fertigung aus dem Ausland wieder zurück nach Deutschland zu holen. Der Regierungsamtsrat wolle laut "impulse" das Straubiger Gefängnis zu einer Top-Adresse für die Wirtschaft machen.
Quelle: t-online.de , dpa-AFX
Ariel schrieb:
am 22. Februar 2012 um 20:23:18
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nicht ganz richtig...
Im Grunde genommen finde ich es richtig, allerdings sollten die Arbeitgeber nicht aus der Wirtschaft kommen sondern der
Staat sollte als Arbeitgeber agieren, so könnten die Knakis die verschwendeten Steuergelder, die für ihren Unterhalt draufgehen, wieder zurückzahlen. Wird bereits in vielen Ländern so praktiziert.
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Bruebaker schrieb:
am 22. Februar 2012 um 19:59:01
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geht billiger
Nicht nur im Knast, auch anderswo.
Schaut einfach mal in Behindertenwerkstätten rein. Die arbeiten oft um weniger als einen
Euro im Akkord. Bei bester Qualität.
Komisch, die Fertigprodukte werden trotzdem nicht preisgünstiger.....
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goldfisch schrieb:
am 22. Februar 2012 um 19:23:35
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knastarbeit
ich finde es voll in ordnung.da somit die allgemeinheit etwas davon hat und auch der insasse.außerdem,sind die leute die
arbeiten dürfen,vielmehr aus-
geglichen.es ist auch gut,das insassen mit langen haftstrafen nicht von der arbeit entwöhnt werden.so geben sie wenigstens einen kleinen anteil an
die bevökerung zurück.
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