16.07.2007, 08:56 Uhr | dpa-AFX / T-Online
Der Krankenstand in den Betrieben ist nach einem Bericht der Zeitung "Die Welt" im ersten Halbjahr 2007 auf ein Rekordtief gefallen. Die Arbeitnehmer fehlten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres durchschnittlich 3,34 Prozent der Sollarbeitszeit (Vorjahr: 3,37 Prozent), berichtet das Blatt unter Berufung auf Statistiken des Bundesgesundheitsministeriums. Die Fehlzeiten entsprechen demnach 3,6 Arbeitstagen. Das sei der niedrigste Krankenstand in einem Halbjahr seit der Wiedervereinigung und im Westen seit Einführung der Lohnfortzahlung im Jahr 1970.
Geringste Fehlzeit im Januar
Die Arbeitnehmer in den neuen Ländern fehlten 3,59 Prozent der Sollarbeitszeit, im Westen waren es 3,29 Prozent. Laut Statistik seien die Krankenstände im März mit 4,68 Prozent der Sollarbeitszeit am höchsten gewesen. Dagegen fehlten die Beschäftigten im Januar mit 2,33 Prozent der Sollarbeitszeit am wenigsten. Nach einer Erhebung der AOK sind Männer im Schnitt länger krank, Frauen dafür häufiger.
Arbeitnehmer fürchten um ihren Job
Die niedrigen Krankenstände sind nach Einschätzung des Wissenschaftliche Instituts der AOK in Bonn auf Veränderungen in der Beschäftigtenstruktur, eine verbesserte Gesundheitsvorsorge in den Betrieben und medizinische Fortschritte zurückzuführen. Umfragen zeigten jedoch auch, dass sich viele Arbeitnehmer mit Krankmeldungen zurückhielten, um ihren Arbeitsplatz nicht zu gefährden.
Quelle: t-online.de
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