21.02.2010, 16:27 Uhr | AFP, dpa-AFX
"SZ": Missbrauch bei Hartz IV nimmt zu (Quelle: ddp)Die Zahl der Straf- und Bußgeldverfahren gegen Hartz-IV-Empfänger ist im vergangenen Jahr nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) um 1,8 Prozent auf knapp 165.000 Fälle gestiegen. Dies gehe aus der Jahresbilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) über den Leistungsmissbrauch im Hartz-IV-System hervor, berichtet die Zeitung. Zumeist gehe es um falsche Angaben von Langzeitarbeitslosen gegenüber den Jobcentern und Arbeitsgemeinschaften (Argen) mit dem Ziel, höhere Leistungen zu kassieren, als ihnen eigentlich zustünden.
Ertappt wurden dem Bericht zufolge auch deutlich mehr potenzielle Schwarzarbeiter. Die Jahresbilanz zeige zudem auf, dass von den gut 126.000 erledigten Verfahren 39.000 Fälle wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit an die zuständige Zollverwaltung weitergegeben worden seien. 2008 seien es noch etwa 36.500 Fälle gewesen. Zunehmend mehr Akten von Hilfebedürftigen landen danach auch bei den Strafverfolgungsbehörden. Bei knapp 13.000 Zahlungsempfängern seien die Akten "mit einem begründeten Straftatbestand an die Staatsanwaltschaft abgegeben" worden. Dies entspreche einem Zuwachs von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Insgesamt hatten 2009 laut dem Bericht im Jahresdurchschnitt etwa 6,5 Millionen Menschen Anspruch auf die Grundsicherung (Hartz IV). Bezogen auf diese Gesamtzahl lag die Missbrauchsquote nach Angaben der Bundesagentur bei 1,9 Prozent. Darunter fallen Ordnungswidrigkeiten, also geringfügige Verletzungen von Rechtsregeln, für die das Gesetz eine Geldbuße vorsieht. Das eingetriebene Verwarnungs- und Bußgeld, über das die Jobcenter selbst entscheiden können, belief sich bei etwa 74.000 Fällen auf insgesamt 3,7 Millionen Euro. Ein Leistungsmissbrauch liegt zum Beispiel vor, wenn ein Bezieher von Arbeitslosengeld II grob fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben über seine Nebeneinkommen oder Vermögen macht.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich unterdessen für eine Umbenennung der sogenannten Hartz-IV-Zahlungen für Arbeitslose (Arbeitslosengeld II) ausgesprochen. "Das Wort Hartz IV ist sehr negativ besetzt", sagte von der Leyen der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Eine Umbenennung sei unvermeidlich. Sie selbst machte keinen Vorschlag für eine Neubenennung. "Ich finde, man darf so ein Wort oder einen Namen nicht von oben verordnen, sondern das muss sich entwickeln", sagte die Ministerin.
Von der Leyen plädierte dafür, die Zuverdienstgrenze bei Arbeitslosengeld-II-Beziehern zu erhöhen. Es müsse "ein fließenderer Übergang"eingeführt werden, "dass man, wenn man mehr arbeitet, mehr davon behält", sagte die Ministerin. In der zweiten Jahreshälfte werde es eine Neuregelung geben, kündigte die Ministerin an. Das Bundesverfassungsgericht verkündet am übernächsten Dienstag sein mit Spannung erwartetes Urteil vor allem über die Höhe der Hartz-IV-Sätze für Kinder.
Unter der Regierung des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) wurden Anfang 2005 die Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II zusammengeführt. Der Name Hartz IV geht auf Peter Hartz, ehemaliges Vorstandsmitglied der Volkswagen AG, zurück.
Quelle: t-online.de , dpa-AFX , AFP
Bobbys schrieb:
am 8. Februar 2010 um 18:25:02
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Hartz IV
Leute wenn Ihr so auf die Ausländische Mitbürger schimpfen würde wie auf Hartz IVer würde Staatsanwalt anklopfen.Aber in dieser
Bananrepublick wird das eigene Volk beschimpft und Denonsiert.Was ist aus dem Deutschen Volk geworden,ein Heer von Dumme.!!!!!!!!!!!!!!!!!
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xx schrieb:
am 4. Februar 2010 um 21:05:37
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Ich wohne seit 5Jahren mietfrei, erhalte noch nicht mal Nebenkosten, habe somit dem Staat schon 20000 € geschenkt. Während meines letzten
Euro Jobs bin ich statt mit dem Bus mit dem Fahrrad gefahren, habe somit dem Staat nochmal 250 € geschenkt. Dafür wurde ich dann wegen Schwarzarbeit angezeit, weil ich 150 € ! aus einem Minijob nicht angegeben habe.
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PHILOSOPH schrieb:
am 4. Februar 2010 um 13:09:08
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BERND
Das ist richtig, ich entnahm es einer Tageszeitung, inzwischen ist es aber auch so bekannt. Für die kochende Volksseele kann ich
nichts schreiben, nur für mich und meinen Umkreis, in dem viele noch einer Arbeit nachgehen. Es kommt alles nicht gut an. Weder die Steuerhinterziehung von oben noch der Betrug von H4 von unten. Das bringt viele auf. Auch denke ich an die vielen Rentner, die teils über 45 oder 50 Jahre gearbeitet haben und alle Kosten selbst zu tragen haben.
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