10.03.2010, 12:23 Uhr | dpa-AFX
Müllaufsammeln im Park - Handwerkspräsident gegen soziale Jobs Arbeitsloser (Foto: imago)
Handwerkspräsident Otto Kentzler ist dagegen, Hartz-IV-Empfänger für gemeinnützige Arbeiten heranzuziehen. Ob es nun Arbeitspflicht oder Soziale Arbeit genannt werde, die öffentliche Förderung gefährde Arbeitsplätze in Unternehmen und verhindere die Vermittlung in reguläre Beschäftigung. Das sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks der Tageszeitung "Die Welt".
Die SPD-Spitzenkandidatin in Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hatte vorgeschlagen, Langzeitarbeitslose für gemeinnützige Tätigkeiten einzusetzen. Für eine Arbeitspflicht aller Hartz-IV-Empfänger hatte sich zuvor Hessens Ministerpräsident Roland Koch ausgesprochen.
Das Handwerk mache schon lange schlechte Erfahrungen mit der Billigkonkurrenz zum ersten Arbeitsmarkt, sagte Kentzler. Wenn Kommunen Langzeitarbeitslose beispielsweise über Ein-Euro-Jobs zu Dumpingkonditionen für umfangreiche gewerbliche und handwerkliche Tätigkeiten einsetzten, verlören in der Folge Handwerksbetriebe Aufträge und Arbeit.
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Hubertus Heil, sprach sich hingegen dafür aus, Perspektiven für deutlich mehr als 100.000 perspektivlose Langzeitarbeitslose mit schweren Beschäftigungshemmnissen zu schaffen. Für einen solchen sozialen Arbeitsmarkt, wie er auch der nordrhein-westfälischen SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft vorschwebe, gebe es mehrere Gründe, sagte Heil der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Angebote müssten zusätzlich und freiwillig sein. Sie dürften nicht in Konkurrenz zu regulärer Arbeit treten. Und sie müssten eine langfristige Perspektive bieten und sich damit deutlich von den auf sechs Monate befristeten Ein-Euro-Jobs unterscheiden.
dpa-AFX
Erdmann schrieb:
am 11. März 2010 um 18:03:28
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Hartz4
Hallo.Ich will auch mal erwähnen, dass auch die Hartz4 Empfänger, die sich wenigstens einen 400 Euro job nehmen, die Dummen sind.
Die werden genauso behandelt, wie jemand, der gar nix tut und sogar genötigt, gegebenenfalls den Teilzeitjob für nen 1Eurojob oder nen unsicheren Zeitarbeitsjob aufzugeben, so dass man hinterher wieder gar nix hat.Ich bin so einer, der sich fragt, warum er überhaupt nen 400Eurojob genommen hat, wenn das überhaupt nicht anerkannt wird von der Arge.
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Schwede schrieb:
am 11. März 2010 um 11:10:20
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HartzIV
Hartz IV Empfänger sollen keine 1-Euro Jobber werden, sondern, daß sie überhaupt Geld empfangen auch etwas für d. Gesellsch.
leisten, z.B. in Altenheimen d. Bewohnern vorlesen, sie einmal in den Garten bringen usw. ein wenig "menschl. Wärme" spenden - für Alte oder auch Kindergärten, wo sie eben gebraucht werden - dann braucht sich auch das Handwerk nicht schon wieder aufzuregen! u.für diese Arbeit braucht man keine spez. Ausbildg. das haben unsere Vorfahren auch innerh. d. Familie ohne Ausb. ge
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Holger schrieb:
am 11. März 2010 um 10:05:15
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Hartz IV
Es gibt auch die sogenannten "Sozialkaufhäuser"! Diese verdrängen die gewerblichen Einzelhandelsgeschäfte mit dem angeblichen
"Sozialen" und "Gemeinützigen" Gedanken. Dort werden 1-€-Kräfte beschäftig, sie lassen sich die Waren spenden, brauchen keine Steuern bezahlen und verrammschen die Waren. Aber in ihren "gemein- und unnützigen" Statuten steht , das sie nicht wettbewerbsverzerrend aggieren dürfen. Für jede 1-€-Kraft kassieren die "Sozialen-Verbände" 300 bis 700 €.
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