21.02.2010, 15:50 Uhr | apn
Arbeitslosigkeit macht krank: Die gesundheitlichen Schäden sind sogar deutlich größer als bislang angenommen, wie aus einer Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) hervorgeht. Jeder fünfte bis sechste Erwerbslose muss gesundheitliche Einschränkungen hinnehmen, sagte der DGB-Arbeitsmarktexperte und Autor der Studie, Wilhelm Adamy, der "Rheinpfalz am Sonntag". Das seien gut eine halbe Million Betroffene.
Mehr als doppelt so häufig wie Beschäftigte bewerteten Arbeitslose ihren Gesundheitszustand als mittelmäßig bis sehr schlecht. Allein in den ersten elf Monaten des vergangenen Jahren hätten sich nach Angaben der Arbeitsagenturen 1,7 Millionen Arbeitslose krank gemeldet. Das seien rund 13 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Mit 35 Tagen habe schon 2007 die durchschnittliche Krankheitsdauer mehr als dreimal so hoch gelegen wie bei pflichtversicherten Angestellten und zweieinhalb mal so hoch wie bei Arbeitern. Dabei müsse von einer erheblichen Dunkelziffer ausgegangen werden, da sich Erwerbslose bei Kurzzeiterkrankungen nicht krank meldeten, sagte Adamy.
Bei Arbeitslosen fielen weit häufiger Stoffwechselkrankheiten und mehr als doppelt so viele Krankheitstage durch Krebserkrankungen an. Bei psychischen Störungen liege die Krankheitsdauer sogar um das Vierfache höher als bei pflichtversichert Beschäftigten. Die Erwerbslosen seien die Gruppe mit dem stärksten Anstieg der psychisch bedingten Krankheitstage. Mehr als jedem siebten Arbeitslosengeldempfänger würden inzwischen Psychopharmaka verordnet.
"Arbeitslosigkeit wird zum Stress eigener Art", unterstrich Adamy. Die Lebensgestaltung mit immer geringeren finanziellen Mitteln und die Verarbeitung von Misserfolgen bei Bewerbungen wirkten sich ungünstig auf die psychische Gesundheit von Langzeitarbeitslosen aus.
Der DGB-Arbeitsmarktexperte forderte eine engere Zusammenarbeit von Arbeitsagenturen, Jobcentern und Gesundheits- oder Jugendamt sowie von Krankenversicherung und Schuldnerberatung. Eine bessere Gesundheitsvorsorge bei Arbeitslosen erhöhe nicht nur die Vermittlungschancen, sondern verringere auch die gesundheitlichen Folgekosten.
Quelle: dapd , t-online.de
Guido schrieb:
am 17. Februar 2010 um 12:38:40
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Arbeitslose
Immer dieses gemaule hier mit den Arbeitslosen,ich kanns nicht mehr hören.Ihr seid doch alle mit Euch selber unzufrieden und
sucht wiedermal den "Standart" Prellbock auf.Ich habe einen Vollzeitjob und ziehe nicht andauernd über Arbeitslose her.Ihr müsst Euch mal abgewöhnen alle über einen Kamm zu ziehen.
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Bullemann schrieb:
am 16. Februar 2010 um 17:28:30
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Philosoph
Ja, Adelheid und du, ihr habt Recht.Aber keine Angst.Ich weiss von einem Bekannten, der auf Hartz4 ist, dass der sogar seinen
400Euro Job für einen 1Euro Job auf Vollzeit aufgeben musste.Denke, die Arge ist längst dahintergekommen, dass sich auch hinter den 400Euro Jobs Drückeberger verstecken und erkennt sie nicht mehr an. Ich finds gut.
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Philosoph schrieb:
am 16. Februar 2010 um 17:15:05
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Adelheit
Na, da verstehen wir uns ja wieder mal. Man sollte einfach den kompletten Satz Abzüge für die SV einziehen, dann überlegen es
sich viele, ob sie nicht doch anders arbeiten. So bis max. 100,- Euro kann man ja freilassen, für kleine Tätigkeiten. Das kann man verschmerzen. Aber sobald ein Findiger /oder eine Findige mehrere davon hat, gleich volle Pulle drauf. Denn hier scchreibt ja einer, das ist auch Arbeit. Dann kann man ja auch einbezahlen in die Systeme!!
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