03.11.2011, 19:06 Uhr | dapd, t-online.de - mmr
Experten sind überrascht: Die Arbeitslosigkeit sinkt weiter (Quelle: dapd)
Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt hat die Arbeitslosigkeit im Oktober weiter sinken lassen. Mit 2,737 Millionen Menschen waren 59.000 weniger arbeitslos gemeldet als vor einem Monat, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,1 Punkte auf 6,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang der Zahl der Jobsuchenden um 204.000. Zwar sei die Abnahme im Oktober geringer als sonst im Herbst ausgefallen, wegen des unerwartet starken Rückgangs im September sei die Entwicklung insgesamt aber immer noch gut, sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise.
"Die positive Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich alles in allem fortgesetzt", sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legten weiter zu. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei hoch.
Die sogenannte Unterbeschäftigung, zu der unter anderem Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zählen, betrug im Oktober 3,88 Millionen, nach 3,93 Millionen im Vormonat.
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Insgesamt bezogen im Oktober 709.000 Menschen Arbeitslosengeld I und knapp 4,5 Millionen Menschen Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt. Davon waren laut BA 1,96 Millionen arbeitslos gemeldet. Der Rest der Hartz-IV-Empfänger gilt nicht als arbeitslos, weil diese Personen entweder Kinder betreuen, Pflegebedürftige versorgen, erwerbstätig sind oder eine Ausbildung machen.
Saisonbereinigt nahm die Arbeitslosigkeit erstmals seit Februar 2010 wieder zu, und zwar um 10.000. Eine Trendwende zum Schlechteren als Folge der Eurokrise sieht der BA-Chef aber noch nicht. Von einem Kippen des Arbeitsmarkts könne erst gesprochen werden, wenn die Arbeitslosigkeit drei Monate in Folge steige, während gleichzeitig die Beschäftigung und die Zahl der offenen Stellen sinke.
"Unsere Vorschau über die Agenturen lässt das für die nächsten zwei, drei Monate nicht erkennen", sagte Weise. Die meisten der befragten Agenturen berichteten, dass die Unternehmen weiter Personal einstellten und keine größeren Entlassungen planten.
Auch für das kommende Jahr ist die Bundesagentur optimistisch. Zwar werde die wirtschaftliche Dynamik nachlassen, die Arbeitslosigkeit sollte aber weiter zurückgehen. Eine Verschlechterung am Arbeitsmarkt sei nur zu erwarten, wenn sich die Euro-Schuldenkrise deutlich zuspitze.
Der Rückgang der Arbeitslosigkeit schlägt sich auch auf die Finanzen der Behörde nieder: Vorläufigen Zahlen zufolge erwirtschaftete die BA bis Ende Oktober einen Haushaltsüberschuss von 1,12 Milliarden Euro, statt eines Defizits von 2,8 Milliarden Euro. Die BA geht daher jetzt davon aus, im Gesamtjahr ein Defizit von nur noch 500 Millionen Euro zu erzielen. Bisher hatte sie 1,9 Milliarden Euro erwartet.
Die Beschäftigung sei in allen Bundesländern und in fast allen Branchen gewachsen. Vollzeitstellen entstanden demnach vor allem im verarbeitenden Gewerbe, in den wirtschaftlichen Dienstleistungen und in der Zeitarbeit. In den Bereichen Gesundheit, Soziales und Handel wurden dagegen überwiegend Teilzeitstellen geschaffen. Weiter händeringend gesucht würden Fachkräfte in der Metall- und Logistikindustrie, im Maschinenbau und im Gesundheitswesen.
BA-Hochrechnungen zufolge gab es im August 28,65 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und damit 671.000 mehr als vor einem Jahr. Davon traten 353.000 eine Vollzeit- und 316.000 eine Teilzeitstelle an.
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Quelle: dapd , t-online.de
Ungläubiger schrieb:
am 2. November 2011 um 19:47:00
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(0)
Arbeitslosigkeit
@der blanke hans: hast du ein Glück! Gibst du mir einen Tipp, wie man so überleben kann?
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skeptiker schrieb:
am 2. November 2011 um 19:46:13
(15)
(1)
konstruktiv
Sicher gibt es offene Stellen,erst darfst du mal für lau Praktika machen,mußt unter 30 sein u.min 10 Jahre Berufserfahrung.Ein
Freund von mir,über 50
Maschinenbauingenieur,Top-Referenzen hat sich bei Firmen beworben
wo entsprechende Stellen ausgeschrieben waren,aber auf einmal wurde
doch keiner mehr gesucht.Es gab eine Umfrage unter Personalentscheidern
in Bezug auf fehlende Ingenieure,einhellig war die Antwort,dass man wenn alle Bewerber über 50sind auf Einstellungen verzichtet.Fakten beacht.
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Uli schrieb:
am 2. November 2011 um 19:45:50
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(4)
Nicole
So so 8,50 € kriegt ein FACHARBEITER bei Eurer Zeitarbeitsfirma. das macht bei einer Wochenarbeitszeit von 40Std ca 176 Std sind
nach Adam Riese 1496,00€ Brutto. Weißt Du wieviel ich als Facharbeiter 1987 verdient habe, ich sag es Dir 3200,00DM. So u. nun willst Du mir mit Deinem Kommentar erzählen das 1496,00€ BRUTTO für einen Familievater eine faire Entlohnung ist? Übrigens heute bin ich Unternehmer und zahle meinen 8Gesellen fairen Tariflohn von 14,00€. Zeitfirmen gehören radikal abgeschafft.
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