03.02.2011, 15:14 Uhr | dpa
Einen Großteil der deutschen Auswanderer hält es nicht lange im Ausland. Von schätzungsweise 122.000 Deutschen, die zwischen 1996 und 2006 in andere europäische Länder auswanderten, sind inzwischen 95.000 wieder zurückgekehrt. Das entspricht einer Rückwanderungsquote von 78 Prozent. Diese Zahlen nennen die Forscher Lenore Sauer und Andreas Ette vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in einem Beitrag der Zeitschrift "Forschung & Lehre" des Deutschen Hochschulverbandes.
Bei Deutschen mit Hochschulabschluss sei die Rückwanderungsquote mit 85 Prozent sogar noch höher - während sie bei geringfügig qualifizierten Personen lediglich 43 Prozent betrage, schreiben die Autoren. Trotz Netto-Verlusten von 12.000 Personen bei den Wissenschaftlern und 6.000 bei den Technikern müsse bei Rückwanderungsquoten von 74 beziehungsweise 77 Prozent in diesen Gruppen eher von einer beruflichen "Circulation" gesprochen werden, da es sich vorwiegend um eine temporäre Auswanderung deutscher Fachkräfte handle.
Der sogenannte Brain Drain - eine Abwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften - sei dagegen in den Gruppen Führungskräfte und Gesundheitsberufe zu verzeichnen. Von ihnen kehrten nur etwa ein Drittel der ursprünglichen Auswanderer nach Deutschland zurück.
Viele Stellen in Deutschland bleiben unbesetzt. Da liegt es nahe, im europäischen Ausland zu suchen. zum Video
Die Autoren verweisen darauf, dass etwa die Hälfte der deutschen Auswanderer einen Hochschulabschluss besitzt - während dies nur für 29 Prozent der Gesamtbevölkerung gilt.
Die Schweiz stellt laut Untersuchung mit jährlich etwa 22.000 Auswanderern mit Abstand das wichtigste Zielland deutscher Migranten dar. Es folgen die USA mit etwa 14.000 deutschen Auswanderern. Weitere wichtige Zielländer seien Österreich und Polen mit jeweils 11.000, Großbritannien mit 10.000, Spanien mit 8000 und Frankreich mit 7000 deutschen Auswanderern im Schnitt der Jahre 2005 bis 2009.
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Quelle: dpa
commander schrieb:
am 1. Februar 2011 um 10:32:35
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Auswanderer
Hallo Fred!
Endlich mal ein Kommentar, über den man lächeln kann.
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Erwin schrieb:
am 1. Februar 2011 um 09:46:45
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Auswanderer
Mir als Arbeitgeber sind unsere deutschen Auswanderer zu teuer. Es gibt in Europa hochmotivierte . gut audgebildete und vor allen
Dingen preiswertere Arbeitskräfte. Die hierhin zurückkehren wollen nur in unsere soziale Hängematte.
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Hopfen schrieb:
am 1. Februar 2011 um 09:24:09
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Hin und Her
Diese Studie zeigt einmal wieder was für Unsinn man alles mit Steuer-geldern "erforschen" und veröffentlichen kann. Alle
Großkonzerne der Welt versetzen Führungskräfte oder Nachwuchsleute ins Ausland, das macht auch den Reiz dieser Unternehmen aus. Standardzeit ist 3 Jahre im Ausland, wenn man aber dort in Top Positionen kommen kann bleibt man nochmal 3 Jahre. Zudem haben einige Konzerne ihre Europazentrtalen von Deutschland in die Schweiz gelegt, klar das dann Deutsche in die Schweiz umziehen.
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