25.03.2011, 10:43 Uhr | dpa / t-online.de/business, sia
Der Arbeitsmarkt bringt immer neue Berufsbilder hervor, von denen viele noch unbekannt sind. (Foto: imago)
Auf dem Arbeitsmarkt gibt es zahllose neue Berufe, die Fachrichtungen werden immer spezieller. Wissen Sie etwa, was ein Compliance-Officer zu tun hat? Oder welche Aufgaben zur Tätigkeit eines Bildungs-Controllers gehören? Wer diese Fragen mit Nein beantwortet, befindet sich in bester Gesellschaft: Nicht allzu viele Deutsche kennen die tollen neuen Jobs. Das zumindest ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts Forsa in Nürnberg. Wir verraten, welche Berufe zu den unbekannten Topjobs gehören.
Am wenigsten bekannt ist der Umfrage zufolge der Compliance-Officer, der in Unternehmen für rechtskonformes Verhalten sorgt. Vier von fünf Befragten (79 Prozent) hatten von diesem Beruf noch nichts gehört. Dabei handelt es sich um sehr gefragte Fachleute mit guten Gehaltsaussichten. Das Berufsbild des Lobbyisten, der einzelne Interessen in der Politik vertritt, sagte nur der Hälfte der Befragten (49 Prozent) etwas.
Auch Bildungs-Controller sind demnach 61 Prozent der Deutschen unbekannt. Diese Fachkräfte qualifizieren Mitarbeiter innerhalb der Unternehmen für die Zukunft. Auch über den Beruf des Pharma-Managers, der die Herstellung von Medikamenten betreut, wusste nur die Hälfte (49 Prozent) Bescheid. Ebenfalls lediglich die Hälfte der für die Untersuchung Befragten meint, die Aufgaben eines Sicherheitsmanagers benennen zu können. Für die Studie im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) in Berlin befragte Forsa im Februar und März 1002 Erwerbstätige.
„Diese Berufe professionalisieren sich zum Teil gerade erst, daher gibt es noch keine grundständige Ausbildung“, erläuterte Ada Pellert, Präsidentin der DUW. Viele Berufsbilder existierten noch nicht, als die heute Erwerbstätigen ihre erste Ausbildung absolvierten. „Weiterbildung qualifiziert nicht nur für einen Aufstieg, sondern hilft auch, sich neu auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren“, betonte Pellert.
Der Bedeutung des ständigen Lernens sind sich die Deutschen jedoch größtenteils bewusst: Dass Weiterbildung sehr wichtig ist, um den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden, finden 69 Prozent der Erwerbstätigen. Besonders Frauen, 45- bis 54-Jährige und Höherqualifizierte stufen Weiterbildung der Umfrage zufolge als „sehr wichtig“ ein.
Quelle: dpa
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