29.11.2011, 17:53 Uhr | dpa
Berg- und Talfahrt an den Börsen, Verunsicherung bei Kapitalanlegern - am Arbeitsmarkt ist derzeit davon nichts zu spüren: Firmen haben derzeit so viele freie Jobs wie nie zuvor. Nach einer vorübergehenden Stagnation im September und Oktober sei die Arbeitskräftenachfrage der Wirtschaft in November wieder auf Rekordhöhe geklettert, meldete die Bundesagentur für Arbeit (BA).
Der entsprechende Wert kletterte demnach von 171 im Oktober auf 179 im November. "Die Unternehmen in Deutschland wollen offensichtlich trotz zahlreicher Unsicherheiten auf den internationalen Finanzmärkten weiter einstellen", kommentierte die BA die Entwicklung. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland sei noch immer gut.
Andererseits seien die vielen freien Stellen auch eine Folge des Booms: Zum einen wechselten in Phasen der Hochkonjunktur mehr Beschäftigte ihren Job als bei Konjunkturkrisen. Zum anderen dauere es wegen des zunehmenden Fachkräftemangels inzwischen länger, bis für eine freie Stelle die passende Kraft gefunden sei. Weiterhin komme jede dritte Stelle aus der Zeitarbeit.
Großbanken rechnen in den kommenden Monaten dennoch mit einer Abkühlung des deutschen Jobaufschwungs. Spätestens in der ersten Jahreshälfte 2012 werde der Rückgang der Arbeitslosenzahlen zum Stillstand kommen, prognostizierten Arbeitsmarktexperten der Institute in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Einige Fachleute rechnen sogar mit einem leichten Anstieg.
"Wir sehen für das erste Halbjahr 2012 eine leichte Rezession. Dass da auch der Arbeitsmarkt etwas abbekommt, ist klar", erwartet etwa Stefan Schneider, Volkswirt der Deutschen Bank. Die BA will am 30. November die Arbeitslosenzahlen für November bekanntgeben.
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Im November ist es nach Einschätzung der Experten auf dem Arbeitsmarkt noch einmal rund gelaufen. Trotz eines leichten Anstiegs der Arbeitslosenzahlen um knapp 20.000 auf 2,75 Millionen erwarten die meisten Fachleute saisonbereinigt einen Rückgang - und zwar um 5000 bis 15.000 Erwerbslose. Lediglich Stefan Schneider geht von einer leichten Zunahme der Arbeitslosigkeit aus. Er ist überzeugt davon, dass bereits der saisonbereinigte Anstieg der Erwerbslosenzahlen im Oktober die Trendwende markiert hat.
Weiterhin optimistisch zeigt sich die Commerzbank. Ihr Arbeitsmarktexperte Eckart Tuchtfeld geht sogar von einem weiteren Sinken der Arbeitslosigkeit im November aus. Nach seinen Berechnungen könnte die Erwerbslosigkeit auf 2,72 Millionen gerutscht sein. "Ich habe mir mal die offenen Stellen angeschaut - und ihre Zahl hat im Oktober auf hohem Niveau gelegen. Das werte ich als gutes Zeichen", begründete er seinen Optimismus. Nach seiner Prognose dürfte die positive Entwicklung noch zwei bis drei Monate anhalten.
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Quelle: dpa
mp schrieb:
am 4. Dezember 2011 um 04:23:11
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@der Geölte
Zitat: "Erst mal steht nicht der Lohn, sondern die Arbeit im Vordergrund". - Falsch - Wer Niedriglöhne zahlt, plündert
den Sozialstaat wegen Aufstockung. Ein Unternehmen, das auf Staatskosten Gehälter bezahlt, stellt per Definition keine „realen“ Arbeitsplätze zur Verfügung. Und wenn ein Betrieb „real“ nichts erwirtschaftet, sollte es ihn erst gar nicht geben. Das ist Marktwirtschaft. Vom Lohn sollte man auch leben können, ohne den Staat anpumpen zu müssen.
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Gerry schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 19:14:28
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Arbeitsmarkt läuft rund: So viele Jobangebote wie nie"
wenn die Jobangebote so und Rosig sind für alle Altersklassen dann müßten die
Firmen noch Anbauen !! Ich für mein Empfinden finde es eine Frechheit alle Arbeitslosen über einen Tisch zu ziehen ! Um zu Behaupten das sie alle nicht wollen !! Es gibt genug Schnorrer und Schwarze Schafe aber die kommen mit dem Geld auch aus was sie vom Staat beziehen !! Aber jeder geht Arbeiten um zu Leben und auch um sich was Leisten zu können und nur das belebt die Wirtschaft ! Ich stehe im Berufsleben nurzur Info
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Schadenfroher schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 15:09:06
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Unternehmen suchen Arbeiter
Ach, es wäre zu schön, wenn nach Jahren, in denen Arbeitswillige Arbeit suchten, nun die Unternehmen blöde in
die Röhre gucken, weil sie eben diese Arbeiter nicht bekommen können.
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