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Arcandor: Ein Konzern im Porträt

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Der Arcandor-Konzern

05.06.2009, 17:48 Uhr | Daniela Pegna, AP

Arcandor (Foto: ddp) Arcandor (Foto: ddp)Der Handels- und Tourismuskonzern mit dem Kunstnamen Arcandor entstand 2007 aus der ehemaligen KarstadtQuelle AG. Mit rund 82 000 Mitarbeitern und knapp 20 Milliarden Euro Umsatz (Ende 2008) zählt Arcandor zu den größten Unternehmen im Börsensegment MDAX. Zum Konzern gehört das traditionsreiche Warenhausgeschäft mit heute 92 Karstadt-Häusern sowie 28 Karstadt-Sport-Filialen.



Karstadt in den roten Zahlen

Karstadt trug im Geschäftsjahr 2007/08 (30.9.) mit gut 4 Milliarden Euro Umsatz rund ein Fünftel zum Umsatz bei und schrieb rote Zahlen. Gewinnbringer des Konzerns war zuletzt die Tourismussparte Thomas Cook mit rund 11,4 Milliarden Euro Umsatz und über 700 Millionen Euro Ergebnis (EBITDA). Gut 20 Prozent des Umsatzes und ein Ergebnisbeitrag von knapp 90 Millionen Euro entfielen auf die Versandhandelstochter Primondo mit dem Universalversender Quelle und weiteren Spezialunternehmen.

Hohe Schuldenlast

Arcandor leidet seit Jahren unter hohen Schulden von derzeit rund 2,6 Milliarden Euro, die bereits 2005 und 2008 Rettungsaktionen der Großaktionärin Madeleine Schickedanz und später des Bankhauses Sal. Oppenheim nötig machten. Teil des Problems sind die sehr hohen Mieten für die Kaufhaus-Standorte von jährlich 350 Millionen Euro. Der frühere Vorstandschef Thomas Middelhoff hatte die Häuser zur Sanierung des Konzerns verkauft.

Sparprogramm kostet

Middelhoffs Nachfolger, Karl-Gerhard Eick, kündigte im Frühjahr 2009 ein Sanierungsprogramm an. Rund 10.000 der gut 50.000 Jobs im Handel (Karstadt und Primondo) sollen davon betroffen sein. Der Konzern will 8 Karstadt-Filialen, die drei Premiumhäuser KaDeWe (Berlin), Alsterhaus (Hamburg) und Oberpollinger (München), eine Karstadt-Sport-Filiale sowie die Quelle-Technikcenter und Shops ausgliedern. Die Touristiksparte Thomas Cook will Arcandor möglichst behalten. Zur Absicherung der Milliardenschulden ist aber auch diese Unternehmensperle bereits an die Banken verpfändet.

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Mehr zum Thema:
Stets im Hintergrund - Quelle-Erbin Schickedanz
Portrait - Karl-Gerhard Eick hat sich Arcandor verschrieben


Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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