19.01.2012, 15:28 Uhr | dapd
Madeleine Schickedanz will nach dem Verlust ihres Milliardenvermögens bei der Arcandor-Pleite Schadenersatz von ihren Finanzberatern. Der Anwalt der Quelle-Erbin, Peter Rath, bestätigte, dass im Auftrag der Unternehmerin ein Klageentwurf ausgearbeitet worden sei und die Anwälte beim Oberlandesgericht (OLG) Köln einen Antrag auf Festlegung des Gerichtsstandes gestellt hätten.
Nach Informationen des "Manager Magazins" fordert die 68-Jährige in dem Klageentwurf vom Bankhaus Sal. Oppenheim, dessen Immobilienpartner Josef Esch sowie zwölf weiteren Personen und Firmen Schadenersatz in Höhe von mehr als zwei Milliarden Euro. Außerdem verlange sie die Erstattung von bereits erfolgten Kredittilgungen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro.
Auch die Stellung von Sicherheiten aus ihrem Privatvermögen im Wert von mehr als 200 Millionen Euro wolle sie rückgängig machen. Jurist Rath bestätigte zwar grundsätzlich den Vorgang, schränkte aber ein: "Es sind große Zahlen, aber diese Zahlen stimmen nicht." Zum konkreten Inhalt der Klageschrift wollte sich der Jurist aber nicht äußern.
Nach Angaben des "Manager Magazins" wirft Schickedanz ihren Vermögensverwaltern Esch und Sal. Oppenheim vor, sie aus Eigeninteresse immer tiefer in das Arcandor-Engagement getrieben zu haben. Sie hätten so an die auf sieben bis zehn Milliarden Euro geschätzten, in den Karstadt-Immobilien liegenden Stillen Reserven herankommen wollen.
Sal. Oppenheim und Esch wiesen die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher des inzwischen von der Deutschen Bank übernommenen Kölner Bankhauses sagte, die Schadenersatzforderungen seien für das Geldinstitut "nicht nachvollziehbar". Ein Esch-Sprecher erklärte: "Die Vorwürfe stimmen nicht."
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Die Klage wurde bislang allerdings noch nicht bei Gericht eingereicht. Die Klageschrift sei aber dem Bankhaus und anderen möglichen Beklagten zugestellt worden, um Druck für mögliche Vergleichsgespräche aufzubauen, berichtet das "Manager Magazin".
Nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd laufen bereits Gespräche mit Sal. Oppenheim über eine gütliche Einigung. Tatsächlich wäre ein sich über Jahre hinziehender Prozessmarathon wohl für die 68-jährige Unternehmerin eine große Belastung.
Der Essener Handelsriese Arcandor (Karstadt, Quelle, Thomas Cook) hatte im Sommer 2009 Insolvenz anmelden müssen. Schickedanz hatte seit 2004 einen Großteil ihres Vermögens in Arcandor-Aktien investiert. Dabei finanzierte sie Zukäufe teilweise auch über Kredite.
Nach dem Niedergang des Konzerns klagte die Unternehmerin öffentlich über ihre Verluste. Die "Bild am Sonntag" zitierte sie damals mit dem Satz: "Wenn die Rettung von Arcandor scheitert und die Banken die Kredite fällig stellen, verliere ich alles - Häuser, Aktien, Beteiligungen an anderen Firmen. Ich bekäme mit meinen 66 Jahren nicht einmal Rente."
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Quelle: dapd
EX Mitarbeiter schrieb:
am 21. Januar 2012 um 14:42:24
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Quelle
Ich war mal stolz Quelle Mitarbeiter zu sein, aber das war in den 70-80 Jahren.Als dann immer neue Chefs kamen und immer neue Ideen
und sogenánnte Manager ging es nur noch bergab! Die schlimmsten Verbrecher waren aber die KARSTADT Mafiosis, die haben die Quelle ausgeplündert und in den RUIN getrieben. Ich hasse diese Leute, die es hochnäsig auch noch geschafft haben zu überleben und heute sitzen die gleichen wieder am Ruder. das war d Fehler v Fr Schickedanz sich mit diesem Pack einzulassen!!
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Nachrechner schrieb:
am 20. Januar 2012 um 12:08:42
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Dr. Faust schrieb: "Hier spricht der pure Neid aus (fast) allen Kommentaren."
=> Quatsch. Es ist einfach Genugtuung, ein nicht
völlig subjektives Gefühl von "ausgleichender Gerechtigkeit": Die Quelle-Erbin und Berufstochter, die ohne eigenes Zutun "einfach so" 100te von Millionen ( einige davon von enteigneten Juden ? ) bekommen hat, zur Profitsteigerung Billiglöhner beschäftigte, wollte ( wie alle Kapitalisten ) immer NOCH mehr und verzockte sich einfach. - Welcher Normal-Verdiener sollte denn da "solidarisch" sein ?
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????? schrieb:
am 19. Januar 2012 um 20:11:08
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Schickedanz
die Dame hat noch genug Kohle, die ist nicht verarmt... Tausende Menschen haben wegen der Dame ihren Arbeitsplatz verloren, wer
gibt denen denn eine Zukunft??? diese Dame bestimmt nicht.
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