22.09.2011, 13:32 Uhr | dpa, bv
Armut und Reichtum sind in Deutschland weiterhin unterschiedlich verteilt. Während es im Osten und Norden mehr Arme gibt, finden sich mehr Reiche im Süden und Westen der Republik. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass 2010 jeder Fünfte in Mecklenburg-Vorpommern (22 Prozent) und Bremen (21 Prozent) von Armut bedroht war. In Baden-Württemberg und Bayern war das Armutsrisiko nur halb so hoch: Dort galt ungefähr jeder Neunte als arm (jeweils elf Prozent).
Nach der Definition der Statistik gilt als "armutsgefährdet", wer von weniger als 826 Euro im Monat leben muss. Bei Familien mit zwei Kindern liegt der Wert bei 1735 Euro. Nach einer Festlegung der Europäischen Union sind Menschen dann armutsgefährdet, wenn sie mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung auskommen müssen.
In den neuen Ländern einschließlich Berlin war danach 2010 fast jeder Fünfte (19 Prozent) arm. In den alten Bundesländern hatten nur 13 Prozent ein erhöhtes Armutsrisiko. Das waren ungefähr genauso viele wie vor fünf Jahren. Im Osten ist der Anteil der Armen dagegen leicht zurückgegangen, um gut einen Prozentpunkt.
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Am stärksten war der Rückgang in Brandenburg: In dem Bundesland war das Armutsrisiko mit 16,3 Prozent fast drei Prozentpunkte geringer als 2005. Auch in Sachsen-Anhalt hat sich die Lage verbessert: Zwar lebten dort noch immer 19,8 Prozent der Menschen unter der Armutsschwelle, das waren aber 2,6 Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Die wenigsten Armen innerhalb Ostdeutschlands gibt es in Brandenburg (16 Prozent) und Thüringen (18 Prozent).
Bundesländer | Quote 2005 | Quote 2010 | Veränderung in Prozentpunkten |
Baden-Württemberg | 10,6% | 11,0% | +0,4 |
Bayern | 11,4% | 10,8% | -0,6 |
Berlin | 19,7% | 19,2% | -0,5 |
Brandenburg | 19,2% | 16,3% | -2,9 |
Bremen | 22,3% | 21,1% | -1,2 |
Hamburg | 15,7% | 13,3% | -2,4 |
Hessen | 12,7% | 12,1% | -0,6 |
Mecklenburg-Vorpommern | 24,1% | 22,4% | -1,7 |
Niedersachsen | 15,5% | 15,3% | -0,2 |
Nordrhein-Westfalen | 14,4% | 15,4% | +1,0 |
Rheinland-Pfalz | 14,2% | 14,8% | +0,6 |
Saarland | 15,5% | 14,3% | -1,2 |
Sachsen | 19,2% | 19,4% | +0,2 |
Sachsen-Anhalt | 22,4% | 19,8% | -2,6 |
Schleswig-Holstein | 13,3% | 13,8% | +0,5 |
Thüringen | 19,9% | 17,6% | -2,3 |
Deutschland | 14,7% | 14,5% | -0,2 |
* Anteil der Personen mit einem Äquivalenzeinkommen von weniger als 60% des Bundesmedians der Äquivalenzeinkommen der Bevölkerung in Privathaushalten am Ort der Hauptwohnung. Das Äquivalenzeinkommen wird auf Basis der neuen OECD-Skala berechnet.
Quelle: Statistisches Bundesamt
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Quelle: dpa , t-online.de
Balu schrieb:
am 22. September 2011 um 19:32:55
(20)
(7)
Armutsgefahr
Wenn man sich die Reallohnentwicklung im Osten anschaut und die Inflation, die kalte Progression und die Preisentwicklung
entgegenstellt wird sich kaputtlachen, was unterm Strich tatsächlich rauskommt. Ist doch logo, wer würde denn im Osten investieren, wenn er die Arbeitnehmer nach Westniveau bezahlen müßte? Ja, die Mieten sind dort angeblich billiger, aber die Nebenkosten fressen diesen Vorteil mehr als auf. Lange wird sich der ostdeutsche Michel sich das auch nicht mehr gefallen lassen.
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And68 schrieb:
am 22. September 2011 um 17:47:41
(15)
(1)
Relativ
Das Problem hier ist doch die relative Berechnung der Armutsgrenze, 60% des Durchschnittslohns.Das heißt durch die ungleichmäßige
Lohnverteilung und Spitzenlöhne in gewissen Bereichen steigt die Armutsgrenze jedes Jahr.
Mich würde nur interessieren betrifft dies nur Sozialhilfeempfänger oder auch Arbeitende, denn bei letzteren wäre es eine Unverschämtheit.
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egal schrieb:
am 22. September 2011 um 16:56:41
(33)
(2)
Armut
Seltsam.Vor 2 Tagen waren wir noch glückliche Deutsche,dann stiegen die Reallöhne ``spürbar´´ um 1,8%.Und jetzt sind wieder viele
arm.Ja was nun?
Wir werden nur noch verblödet.Einmal hü,dann wieder hott.Ob das so gewollt ist?Mich erinnert das an die Spritpreise,die 3mal am Tag hoch und runtergehen.
Es gibt vier große Stromkonzerne die den Preis bestimmen,genauso wie beim Sprit.Und natürlich auch 3 große Verlage die,die Meinung bilden.Noch Fragen?
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