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Atomausstieg verursacht Milliardenkosten bei Industrie

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Studie: Atomausstieg verursacht Milliardenkosten bei Industrie

14.06.2011, 15:37 Uhr | dpa-AFX, jdc

Stromfresser: Hochofen im Stahlwerk  (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Stromfresser: Hochofen im Stahlwerk (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Der vorgezogene Atomausstieg könnte für die Industrie teuer werden. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft könnten die höheren Stromkosten die Bilanzen der Unternehmen mit fast zwei Milliarden Euro jährlich belasten. Nach den Beschlüssen der Bundesregierung sollen 2022 die letzten Reaktoren vom Netz gehen, acht Kraftwerke sind schon im März endgültig abgeschaltet worden.

Strompreiserhöhungen für Privathaushalte moderat

Der schnellere Ausstieg habe die Strompreise um knapp ein Cent je Kilowattstunde in die Höhe getrieben, teilte das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mit. "Wenn es bei diesen Preisanstiegen bleibt, sind die Folgen für einen typischen privaten Haushalt noch moderat: Die Stromrechnung dürfte um etwa 35 Euro im Jahr steigen, was für die meisten verkraftbar sein dürfte." In der Industrie läppere sich das aber ganz schön zusammen.

Mehrkosten von 1,9 Milliarden jährlich

"Ein Cent klingt nicht nach viel. Aber viele Millionen kleine Cents können die Wirtschaftlichkeit ganzer Unternehmen gefährden", meint IW-Direktor Michael Hüther. Gemessen am durchschnittlichen Stromverbrauch der vergangenen Jahre bedeute der Preisanstieg Mehrkosten für die Industrie in Höhe von 1,9 Milliarden Euro im Jahr.

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Energieintensive Branchen besonders betroffen

Besonders betroffen sind Branchen, die viel Energie verschlingen: Die Papierindustrie sieht sich den Angaben zufolge mit Mehrkosten in der Größenordnung von 150 Millionen Euro jährlich konfrontiert, bei der Chemieindustrie seien es 340 Millionen Euro, die Metallbranche müsse mit 460 Millionen Euro rechnen. Die Stromrechnung der Autoindustrie steige um 160 Millionen Euro pro Jahr.

Forderung nach Entlastung

Hüther fordert Entlastung vom Staat: "Die stromintensiven Branchen haben schon heute wegen der hohen Stromkosten Nachteile gegenüber den internationalen Wettbewerbern. Die Politik muss ihr Versprechen einlösen und für Entlastung und faire Wettbewerbsbedingungen sorgen", verlangte er.

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Quelle: dpa-AFX , t-online.de

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Kommentare (22)

zum Forum

Thema: "Atomausstieg verursacht Milliardenkosten bei Industrie"

Arthur schrieb: am 12. Juli 2011 um 17:25:05
(0) (0) Arbeitsplatzvernichtung
Man muß kein Prophet sein um zu erkennen, dass der Atomausstieg die Stromkosten nach oben treibt. Der Strom aus Gas-
und Kohlekraftwerken ist teurer, weil die Primärenergie teurer ist. Außerdem laufen sie nur zeitweise, weil der "Ökostrom" gesetzlich Vorrang hat. Die Fixkosten der Gas- und Kohlekraftwerke werden also auf wenige kWh umgelegt, was einen hohen Aufschlag pro kWh bedeutet. Das bezahlen die Kunden - wer denn sonst ? Die energieintensive Industrie verlässt notgedrungen Deutsc
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Phantom schrieb: am 28. Juni 2011 um 18:58:35
(0) (0) Ausstieg
Als ob das jetzt eine neue Sachlage wäre.Das war doch wohl klar.Aber die Idealisten unserer Gesellschaft wollten ja einen Umbruch
mit allen Mitteln.Hat man kritisch hier geschrieben,wurde man sofort verunglimpft,als Atom Lobbyist.In Deutschland findet zur Zeit eine Gehirnwäsche statt,die einzigartig ist.Bin schon gespannt,wem man das nachher wieder in die Schuhe schiebt,wenn es nicht so läuft,wie die "Sachverständigen"es gerne hätten.Nur die EE lobbyiyten freut's.
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Lothar schrieb: am 21. Juni 2011 um 11:44:46
(0) (0) @Nina 14.06. Kosten
Ein wenig Kenntnisse in Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft wären hilfreich. Die Konzerne sind Aktiengesellschaften -
arbeiten also mit Fremdkapital. Wer gibt schon sein Geld "zinslos" her ?? Die Zinsen (hier genannt Dividenden) sind aus "GEWINNEN" zu bezahlen, die zuvor erwirtschaftet wurden. Wenn Öko sich rechnet, wird dort investiert (siehe Offshore-Anlagen) andernfalls nicht. Wenn ein Unternehmen "miese" macht, haben die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat schle
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