Startseite Jetzt online bestellen und 10% Rabatt sichern

Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Börse > Aktien >

Auch Pischetsrieder soll aussagen

...

Auch Pischetsrieder soll aussagen

14.12.2007, 16:55 Uhr | Financial Times Deutschland

Klaus Volkert mit seinem Verteidiger Johann Schwenn (Foto: dpa) Klaus Volkert mit seinem Verteidiger Johann Schwenn (Foto: dpa) Im Braunschweiger VW-Prozess zielen die Verteidiger auf die frühere Konzernspitze. Neben Ex-Vorstandschef Ferdinand Piëch soll auch dessen Nachfolger Bernd Pischetsrieder vernommen werden. Der Anwalt des früheren Betriebsratschefs Klaus Volkert fuhr zudem schwere Geschütze gegen den Konzern auf.#



Zeugen beeinflusst?
Volkert-Verteidiger Johann Schwenn warf dem Wolfsburger Unternehmen vor, Zeugen zu beeinflussen. Mit der öffentlichen Androhung von Verleumdungsklagen versuche VW, die Aufklärung über eine mögliche Mitwisserschaft Piëch zu erschweren, sagte Schwenn am Mittwoch zu Beginn des dritten Verhandlungstags. Dies sei "unverfroren". Neben Volkert ist in der Affäre um Schmiergelder und Lustreisen auf Firmenkosten auch der frühere Finanzmanager Klaus-Joachim Gebauer angeklagt. Den beiden wird unter anderem Untreue vorgeworfen.

Chronologie -Die VW-Affäre

"Rufschädigende Behauptungen"
Volkswagen hatte am Montag Vorwürfe, der frühere VW-Chef und jetzige Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch habe doch von den Unregelmäßigkeiten bei dem Autobauer gewusst, scharf zurückgewiesen und erklärt, VW prüfe wegen "rufschädigender Behauptungen" eine Strafanzeige.

Gericht will weitere Zeugen anhören
Schwenn sagte, es liege nahe, dass VW mit dieser "Drohung" versuche, noch zu vernehmende Zeugen von der Wahrheit abzuhalten. Es sei davon auszugehen, dass die neuen Zeugen "nachgerade gecoacht werden sollen und die Aussageinhalte dadurch leiden". Am Montag hatte das Gericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft beschlossen, nach neuen Hinweisen eines Informanten zur Rolle Piëchs weitere Zeugen aus dem Umfeld des früheren VW-Vorstandschefs zu hören. Darunter sind Ex-VW-Finanzvorstand Bruno Adelt und der heutige Audi-Chef Rupert Stadler, der früher das Generalsekretariat Piëchs bei VW geleitet hatte.

Konzern an vollständiger Aufklärung der Taten interessiert
Erste Zeugen, die am Mittwoch vernommen wurden, stützen allerdings die Darstellung des Konzerns. Ein Revisor sagte, Ausgaben für Betriebsratsreisen seien erst im Februar 2005 auffällig geworden. Ex-VW-Vorstand Peter Hartz habe die Zahlungen an Volkert persönlich angeordnet. Die neuerlichen Vorwürfe Schwenns wies VW zurück. "Volkswagen ist und bleibt an einer vollständigen und wahrheitsgemäßen Aufklärung der Taten interessiert", sagte ein Sprecher.

Pischetsrieder soll aussagen
Trotzdem soll nach dem Willen des Gebauer-Anwalts Volker Kubicki nun auch Pischetsrieder aussagen, der Piëch 2002 an der Spitze von Volkswagen abgelöst hatte. Beide früheren VW-Chefs hätten entweder von der Sonderbehandlung von Betriebsräten und Lustreisen gewusst oder sich "blind gestellt", sagte Kubicki.


Mehr zum Thema:
Themenüberblick - Volkswagen und Porsche
Porsche und VW - Chronik einer engen Beziehung
VW-Übernahme - Porsche-Vorstand wendet sich an VW-Mitarbeiter



Quelle: t-online.de

Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an
mailing-ifrarr
Artikel versenden
Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Auch Pischetsrieder soll aussagen" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Auch Pischetsrieder soll aussagen" gefallen hat.

 
schließen

Kommentare (0)

zum Forum

Thema: "Auch Pischetsrieder soll aussagen"

Seite:

Kommentar schreiben

Name
Betreff
Kommentar: (Maximal 500 Zeichen)

Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Haken

Vielen Dank. Ihr Kommentar wurde versendet!

Kommentar schreiben



Zu diesem Artikel/Thema können keine weiteren Kommentare mehr abgegeben werden.

Kommentar melden

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

 

Haken

Vielen Dank! Ihr Hinweis wurde von der Redaktion entgegengenommen.
mailing-ifrarr
Aus anderen Bereichen

Massenansturm wird zur tödlichen Falle
Massenanstrum auf den Mount Everest: Wenn zu viele Menschen bei gutem Wetter den Aufstieg versuchen, kann es an einigen Stellen zum Stau kommen - eine potentiell tödliche Falle bei Wetterumschwung

Mount Everest: weitere Leiche entdeckt. mehr

Explosionsgefahr bei Hertha BSC
Michael Preetz hat in Berlin zwei Abstiege erlebt. (Quelle: imago)

Medien: Manager Preetz soll weg. mehr

Prinzessin gähnt während der Taufe
Prinzessin Estelle in Stockholmer Schlosskirche getauft. (Quelle: dpa)

So lief Estelles erster großer Auftritt. mehr

Verbraucher wählen dreisteste Werbelüge
Foodwatch stellt fünf Produkte zur Wahl für die dreisteste Werbelüge 2012. (Quelle: Foodwatch)

Diese fünf Produkte sind fragwürdig. mehr


Anzeigen

Anzeige

Zur breiten Ansicht
© Deutsche Telekom AG 2012

Anzeige