26.11.2010, 10:46 Uhr | dpa-AFX, dpa, AFP
Höhere Löhne: Der Aufschwung soll nun auch in den Geldbeuteln der Arbeitnehmer ankommen (Foto: imago)
Beinahe jeden Tag vermelden Forschungsinstitute Erfolgsmeldungen über den konjunkturellen Aufschwung. Die Stimmung in den Unternehmen ist derzeit so gut wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Wie gut die Laune der Arbeitgeber ist, zeigen jüngste Äußerungen von Spitzenvertretern: Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Dieter Hundt, sprach sich erst am Wochenende auf dem Deutschen Arbeitgebertag für Lohnerhöhungen aus. Noch vor wenigen Wochen waren aus dem Arbeitgeberlanger eher mahnende Stimmen zu hören.
So sprach sich Ende Oktober der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, in der "Passauer Neuen Presse" gegen höhere Löhne aus, und begründetet dies mit Investitionen, die nachgeholt werden müssten und nun Priorität hätten.
Mittlerweile kommen aber vom DIHK andere Stimmen: "Im Schnitt muss es wieder mehr geben", sagte jüngst der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, dem Bremer "Weser-Kurier". Driftmann hob zudem hervor, viele Unternehmen, die von Mitarbeitern in der Krise Verzicht verlangt hätten und bei denen es jetzt wieder gut laufe, hätten mittlerweile Lohnerhöhungen vorgezogen. Dazu gehören etwa der Autozulieferer Bosch, der Technologiekonzern Siemens sowie die Autobauer Audi und Porsche.
Angesichts der guten Auftragslage in der deutschen Wirtschaft hat der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, ein einmaliges Extra-Weihnachtsgeld als Aufschwung-Bonus gefordert. "Viele Branchen haben in diesem Jahr vom XXL-Aufschwung profitiert und können sich eine zusätzliche Weihnachtsgratifikation leisten," sagte Ohoven der Onlineausgabe der "Bild"-Zeitung.
Die aktuellen Stimmen aus dem Lager der Arbeitgeber dürfte viele Mitarbeiter und Beobachter überraschen. Üblicherweise predigen die Unternehmen selbst in Zeiten eines Aufschwungs Lohnzurückhaltung, um die zarte Konjunkturpflanze nicht zu gefährden. Auch wenn sich jetzt führende Bosse für höhere Löhne aussprechen, geschieht dies aber nicht ohne Vorbehalte: DIHK-Chef Driftmann warnte davor, die Lohnforderungen zu überreizen. "Man darf das Augenmaß nicht verlieren", sagte Driftmann. Ansonsten seien "negative Auswirkung durch ausbleibende Investitionen" zu befürchten.
Arbeitgeber-Chef Hundt nimmt bei der aktuellen Lohndebatte auch den Staat in die Pflicht: Er forderte eine Entlastung bei den Arbeitskosten. "Von einem Euro, den ein Arbeitgeber bei einer Lohnerhöhung aufwenden muss, kommen bei einem Durchschnittsverdiener heute gerade einmal 37 Cent tatsächlich an. Die übrigen 63 Cent sind Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge an die Sozialversicherung, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag."
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Quelle: AFP , dpa , dpa-AFX , t-online.de
Hugoline schrieb:
am 25. November 2010 um 19:14:20
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Aufschwung
mittelstand, es ist erfrischend. Habe kein Bauchgrummeln, wenn Sie den Rabatt heraus geholt haben, denn gerade diese Hersteller
schneiden uns Zulieferern das doch aus den Rippen. Können daher durchaus Zufrieden damit sein. als Zulieferin dieser eventuellen Hersteller weiss ich woveon ich rede, denn wir sind die Melkkühe oder Ochsen, je nach Geschlecht. Wenn der Insolvenzverwalter vor der Türe steht und sie persönlich haftend sind, nimmt er Ihnen das eventuell billiger eingekaufte Auto weg.
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martin schrieb:
am 25. November 2010 um 19:06:04
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Aufschwung
Was wird es wohl da für ne Lohnerhöhung schon geben von denen.
Die letzte brachte mal grad so 19 euro netto , das langte nicht
mal für Invlationsausgleich .
Wirtschaft läßt sich damit wohl kaum stärken . Deshalb fordere ich 30% mehr , da seit dem euro kaum was ging in unserer Kasse . Keine ahnung wie man ZB. einen VW Golf sich kaufen kann und seinen anderen Zahlungen nachkommen kann.
Ständig werden neue Maschinen angeschaft und schnellersind um mehr zu schuften , aber kaum gibt es mehr Lohn !
i
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Franz schrieb:
am 25. November 2010 um 17:04:35
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nix Verstanden
Wer glaubt, dass die Krise überwunden ist, der hat von unserem Geld- und Zinssystem ablsolut keine Ahnung. Diese Menschen
sind wohl der Klientel zuzurechnen, die meinen es gehe aufwärts, wenn 3,49 Euro mehr in der Tasche ist.
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