31.08.2010, 08:23 Uhr | AFP
Alle Glühbirnen mit mehr als 60 Watt verschwinden ab 1. September aus dem Handel. (Foto: dpa)
Nun heißt es auch für die 75-Watt-Birne: Licht aus! Am Mittwoch zündet die zweite Stufe der europäischen Glühlampen-Verordnung. Alle herkömmlichen Leuchten mit mehr als 60 Watt verschwinden dann aus dem Handel. Zugleich müssen sich Verbraucher an eine neue Bezeichnung gewöhnen: "Lumen" statt "Watt".
Hamsterkäufe wie beim Aus der 100-Watt-Birne vor einem Jahr gab es diesmal nicht, berichtet Nadine Müller vom Lichthersteller Osram in München. "Die Kunden freunden sich mit den Alternativen an", sagt die Sprecherin des deutschen Marktführers. Und die heißen: Energiespar- und Halogenlampen. Europaweit steigt nach den Angaben von Osram die Nachfrage nach Leuchten mit geringem Stromverbrauch.
Verbraucherschützer sehen die Entwicklung in einem weniger rosigen Licht. Es gebe eine "große Verunsicherung" bei den Bürgern, beklagt Gerd Billen, Vorstand beim Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in Berlin. Bis Herbst 2012 will die EU alle alten Glühbirnen mit Leuchtfaden aus den Läden nehmen, da sie als Energiefresser gelten. "Insgesamt sparen wir jährlich 40 Milliarden Kilowattstunden bis 2020", sagt EU-Energiekommissar Günther Oettinger. "Das entspricht einem Energieverbrauch von elf Millionen europäischen Haushalten."
Doch die Energiesparbirnen haben keinen guten Ruf. Ihr Licht gilt als kalt, sie sind vielen zu teuer und Umweltschützer kritisieren den Quecksilber-Gehalt, auch wenn dieser mit wenigen Milligramm niedrig ist. Daran mag es liegen, dass der Absatz von Energiesparlampen in Deutschland und Österreich noch zu wünschen übrig lässt.
Energiekommissar Oettinger hofft, dass eine neue Kennzeichnung Verbrauchern ab September die Kaufentscheidung erleichtert. Die wichtigste Änderung: Die Lichtleistung "Watt", benannt nach dem gleichnamigen schottischen Forscher James Watt, tritt in den Hintergrund. Anstelle der mehr als 200 Jahre alten Bezeichnung müssen Lampenkäufer nun das Kunstwort "Lumen" lernen, das sich vom lateinischen lumen (Licht) ableitet. Die Faustregel lautet: Je mehr Lumen (kurz "lm"), desto heller glüht die Birne. Zudem gibt es Informationen über die Farbe und Aufwärmzeit von Lampen.
Die Meinungsforscher von Forsa haben im Auftrag von Osram festgestellt, dass bisher nur 54 Prozent der Bundesbürger mit dem Wort Lumen etwas anfangen können. Auch an anderen Stellen herrscht Verwirrung: Welche Leuchte passt am besten in Bad oder Wohnzimmer? Was ist der Unterschied zwischen Halogen- und LED-Lampen? "Im Moment kaufen viele Leute noch unpassende Lampen, die dann im Keller landen", kritisiert Verbraucherschützer Billen. Osram will darauf mit einer Informationskampagne in Baumärkten reagieren.
Und auch an einer weiteren Stelle soll es Verbesserungen geben. Der Umweltausschuss des Europaparlaments will den Handel zwingen, die Quecksilber-haltigen Energiesparlampen nach Gebrauch kostenlos zurückzunehmen. Bisher müssen Verbraucher ausgediente Birnen zu Recyclinghöfen bringen, im Hausmüll sind sie tabu. "Praktischer wäre, wenn alte Lampen direkt im Laden zurückgenommen würden", sagt auch Evelyn Hagenah vom Umweltbundesamt.
Quelle: AFP
harras schrieb:
am 4. Oktober 2010 um 10:08:42
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glühlampen
ich habe in meinem haus sämtliche sparlampen aus gesundheitlichen gründen wieder entfernt. denn meine familie hat von den
sparlampen kopfschmerzen bekommen. seitdem ich wieder glühlampen habe sind diese vorbei. gebracht hat die sparlampe für mich nichts. im gegenteil. und was die entsorgung betrifft. ich wohne auf dem land und fahre deshalb keine 7 km zur entsorgungsstelle.
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Nachrechner schrieb:
am 4. Oktober 2010 um 09:50:17
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Was wäre wenn
Wo ist das Problem daß eine Glühbirne Wärme abgibt ? In der kalten Jahreshälfte unterstützt das die Heizung, in der
warmen Jahrehälfte wird die Birne kaum benötigt. Der Herstellungsprozeß der Glühbirne kostet nicht einmal ein Drittel der Energie wie die einer "Sparlampe". Die teure Entsorgung als Sondermüll der Quecksilberlampe ist ein weiterer Nachteil. Ebenso das ungünstige Lichtsprectrum, das bei empfindlichen Menschen zu Stress und Krankheiten führt. Eine Super-EU-Verordnung, wie das meiste
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Frager schrieb:
am 31. August 2010 um 19:28:57
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Aus für Glühbirnen
Wenn ich mich nicht irre sind über 80% der befragten Deutschen gegen das staatlich verordnete Verkaufsverbot der
bisher benutzten Glühbirnen. Wenn ich mich weiter nicht irre, leben wir in einer Demokratie, nach deren ureigensten Regeln das Volk entscheidet. Warum also dann nicht auch hier? Ich fürchte, die von uns "gewählten" Volksvertreter in Brüssel sehen das anders. Es beschleicht mich die Sorge, dass wir nicht mehr in einer demokratischen Rechtsordnung leben! Bitte nehmt mir diese Sorge!
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