08.02.2008, 09:29 Uhr | dpa / T-Online
Container (Foto: ddp) Die deutschen Exporteure haben 2007 einen Doppelrekord erzielt. Deutschland führte Waren im Wert von 969,1 Milliarden Euro aus - das war ein neuer Spitzenwert beim Exportvolumen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Zuwachs von 8,5 Prozent.
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Zum fünften Mal in Folge Export-Weltmeister
Auch bei dem für das Wirtschaftswachstum entscheidenden Handelsüberschuss wurde mit 198,8 Milliarden Euro der Rekordwert des Vorjahres nochmals übertroffen. "Für den Titel des Exportweltmeisters hat es wieder gereicht", sagte ein Statistiker - zum fünften Mal in Folge. 2008 wird Deutschland den Titel wohl an China abgeben müssen.
Leistungsbilanz plus 162 Mrd. Euro
Der deutsche Export wuchs 2007 erwartet stark. 2006 hatte das Plus sogar noch 14 Prozent betragen. Die Importe nach Deutschland stiegen im vergangenen Jahr um 5,0 Prozent auf 770 Milliarden Euro. Damit ergibt sich ein Handelsüberschuss von 199 Milliarden Euro nach 159 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. China hatte 2007 einen Überschuss von 262 Milliarden Dollar (rund 180 Mrd. Euro) erzielt. Die Leistungsbilanz, in die grenzüberschreitende Dienstleistungen, Löhne und Vermögenseinkünfte eingehen, verzeichnete 2007 ein Plus von 162 Milliarden Euro nach 114,1 Mrd. Euro im Jahr 2006.
EU als Hauptempfänger
Die meisten Waren exportierte Deutschland auch 2007 in die Mitgliedsstaaten der EU. Dorthin wurden Waren im Wert von 627 Milliarden Euro versandt, ein Plus von 11,1 Prozent. In die EU-Staaten gingen damit 65 Prozent der deutschen Exporte. Gleichzeitig importierte Deutschland aus diesen Staaten Waren im Wert von 503 Milliarden Euro (plus 8,4 Prozent). Exporte in die Länder der Eurozone machten wiederum rund 83 Prozent der Exporte in die EU aus. Die Exporte in die Länder außerhalb der EU stiegen um 4,1 Prozent auf 341,5 Milliarden Euro.
Entwicklung beim Außenhandel (Grafik: dpa)Frankreich nach wie vor Hauptziel
Noch liegen keine Jahreszahlen aufgeschlüsselt nach einzelnen Ländern vor, teilte das Statistikamt mit. Von Januar bis November war aber Frankreich das wichtigste Ziel deutscher Exporte, gefolgt von den Vereinigten Staaten und Großbritannien. Die meisten Exporte kamen ebenfalls erneut aus Frankreich, gefolgt von den USA. Auf dem dritten Rang liegt inzwischen bereits China.
China wohl bald neuer Weltmeister
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Bundesverband des Deutschen Groß- und Außenhandels rechnen damit, dass Deutschland in diesem Jahr von China als Exportweltmeister abgelöst wird. Zwar sagen Experten für dieses Jahr einhellig ein weiteres Wachstum beim deutschen Export voraus. Allerdings wird davon ausgegangen, dass der Zuwachs in China wieder deutlich stärker ausfällt und es zum Wechsel an der Spitze der Exportnationen kommen dürfte.
Quelle: t-online.de
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