Im Juli stiegen die Exporte um 2,3 Prozent gegenüber dem Juni (Foto: ddp) Im deutschen Außenhandel stehen die Zeichen weiter auf Erholung. Gegenüber dem Vormonat Juli haben die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent zugelegt. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Allerdings ist die Exportwirtschaft aufgrund der Rezession noch weit vom Niveau des Vorjahres entfernt.
Schon im Juni hatte es laut Statistikamt bei den Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt ein deutliches Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem Vormonat gegeben. Gegenüber dem Vorjahresmonat sind die Exporte laut Angaben der Statistiker um 18,7 Prozent niedriger. Das Minus lag aber nicht mehr ganz so hoch wie in den Vormonaten Juni und Mai mit 22,9 und 24,6 Prozent.
Starker Rückgang bei Einfuhren
Insgesamt wurden im Juli Waren im Wert von 70,5 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,6 Milliarden eingeführt. Die Einfuhren lagen im Vergleich zum Juli 2008 um 22,3 Prozent niedriger. Im Vergleich zum Vormonat blieben sie nahezu unverändert. Die Außenhandelsbilanz schloss im Juli nach Angaben der Statistiker mit einem Überschuss von 13,9 Milliarden Euro ab. Im Juli 2008 hatte der Saldo 14,0 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Außenhandelsbilanzüberschuss im Juli 2009 bei 12,4 Milliarden Euro.
EU bleibt wichtigster Handelspartner
Die EU bleibt dabei der wichtigste Handelspartner für Deutschland: In die Mitgliedstaaten der Union wurden im Juli 2009 Waren im Wert von 43,4 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 37,1 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber Juli 2008 sanken die Exporte in die EU-Länder um 20,5% und die Eingänge aus diesen Ländern um 20,4%. In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im Juli 2009 Waren im Wert von 27,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 19,5 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber Juli 2008 sanken die Exporte in die Drittländer um 15,7% und die Importe von dort um 25,7%.