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Ausverkauf an den Weltbörsen

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Ausverkauf an den Weltbörsen

10.10.2008, 10:09 Uhr | oca / mmr

Kurseinbrüche in Tokio (Foto: Reuters) Kurseinbrüche in Tokio (Foto: Reuters) Der gestrige Kurssturz an der Wall Street setzt sich heute global fort. An der Tokioter Börse verliert der Nikkei-Index im Handelsverlauf zeitweise mehr als elf Prozent. Die japanische Zentralbank musste erneut eingreifen, um für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen. Die Bank of Japan pumpte erneut mehr als 25 Milliarden Euro in den Markt. Unterdessen ist mit der Lebensversicherungsgesellschaft Yamato Life Insurance erstmals ein Finanzinstitut als direkte Folge der US-Hypothekenkrise in den Strudel geraten. Auch die anderen Asien-Börsen verlieren im Schnitt mehr als fünf Prozent. Der Dow-Jones-Index war am Donnerstag im New Yorker Handel um 679 Punkte oder 7,3 Prozent eingebrochen und notierte nur noch bei 8579 Punkten - der tiefste Stand seit fünf Jahren.

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Asiens Börsen sacken ab

Auch an der südkoreanischen Börse ging es steil bergab. Der Leitindex Kospi verlor am Freitagmorgen im Handelsverlauf teilweise über neun Prozent, erholte sich aber wieder etwas. Die Börse in Hongkong sackte ebenfalls ab. Der Hang-Seng-Index fiel im frühen Handel um 1211 Punkte oder 7,6 Prozent auf 14.731 Zähler. Die indonesische Börse in Jakarta blieb entgegen ursprünglicher Planung auch am Freitag geschlossen, um "noch größere Panik zu verhindern", wie der Börsenvorstand erklärte. Der Handel war am Mittwoch ausgesetzt worden und wird vorerst für unbestimmte Zeit eingestellt. Der indonesische Leitindex JSX war in dieser Woche um 21 Prozent gefallen. Mit einem Gesamtverlust um 47 Prozent in diesem Jahr steht er in ganz Asien mit am schlechtesten da.

Japan erwägt G 7 Treffen

"Wir sehen eine Kernschmelze an den Börsen der Welt, ausgelöst durch die wachsenden Angst vor einer weltweiten Rezession", sagt Kazuhiro Takahashi vom Versicherer Daiwa Securities SMBC. Unterdessen bereiten sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Staaten auf ihr Treffen in Washington vor. Die Börse bleibt aber skeptisch: "Die Investoren sind sich nicht so sicher, dass die G7 effektive Schritte einleiten werden, um die globale Finanzkrise einzudämmen", sagt Yutaka Miura von der Versicherung Shinko Securities.

General Motors soll herab gestuft werden

In New York kam es in der letzten Handelsstunde am Donnerstag zu einem panikartigen Ausverkauf. Der Leitindex Dow Jones stürzte erneut ab. Einer der Gründe: Der unter Milliardenverlusten leidende US-Autobauer General Motors (GM) steuert immer tiefer in die Krise. Nach neuen Hiobsbotschaften stürzte die ohnehin taumelnde Aktie des Opel-Mutterkonzerns am Donnerstag in New York um nochmals mehr als 30 Prozent ab. Die Rating-Agentur S&P hatte zuvor eine mögliche weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Herstellers angekündigt. Zudem geht der Absatz von GM neben dem katastrophalen US-Markt nun auch in Europa auf Talfahrt.

DAX etwa zehn Prozent schwächer erwartet

Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach erdrutschartigen Verlusten an den Weltbörsen am Freitag zur Eröffnung seine Abwärtsdynamik massiv verstärken. Vorbörslich wird der DAX am Morgen unter der Marke von 4600 Punkten taxiert. "Wer jetzt noch Positionen besitzt, dürfte mit diesen Vorgaben in Panik verfallen und zu jedem Kurs versuchen, aus dem Markt zu kommen", sagte ein Börsianer. Privatanleger sollten auf dem stark gedrückten Niveau allerdings eher an Käufe als an Verkäufe denken.

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Quelle: dapd , dpa-AFX , t-online.de

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