
20.01.2012, 09:27 Uhr | Financial Times Deutschland
Einst waren die Japaner stolze und beneidete Nummer eins der Autobranche. Dann kamen Rückrufaktionen und viel Pech. Abschreiben sollte man die jetzige Nummer drei der Branche aber noch lange nicht.
Einst waren die Japaner stolze und beneidete Nummer eins der Autobranche. Dann kamen Rückrufaktionen und viel Pech. Abschreiben sollte man die jetzige Nummer drei der Branche aber noch lange nicht.
Das angepeilte Ziel läge über Toyotas Rekord von 2007 - damals waren es 8,43 Millionen Fahrzeuge. Zudem sind diese Worte eine klare Kampfansage an General Motors und Volkswagen. GM wird in diesem Jahr mit gut neun Millionen verkauften Autos seinen Platz als weltgrößter Autohersteller verteidigen. 2013 könnten es mehr als 9,3 Millionen sein.
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Die Amerikaner hatten den Japanern die Spitzenposition 2008 streitig gemacht. Rückrufaktionen wegen Qualitätsproblemen belasteten Toyota zudem über Monate immens.
Volkswagen - aktuell auf Platz zwei und ebenfalls mit Ambitionen auf den Titel des globalen Auto-Priumus - dürfte dieses Jahr die konzernweite Zielmarke von acht Millionen verkauften Fahrzeugen knacken. Experten trauen den Niedersachsen sogar 8,2 Millionen zu und im nächsten Jahr mehr als 8,7 Millionen.
Die Japaner litten dagegen in diesem Jahr extrem unter Naturkatastrophen. Erst jüngst senkten sie ihre Ergebnisprognose wegen der Flut in Thailand. Am schlimmsten waren jedoch die Folgen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe im Heimatland, die am 11. März mit einem Seebeben ihren Anfang nahm. Produktionsstätten Toyotas wurden zerstört, Hunderttausende Autos konnten nicht produziert werden.
Die 7,9 Millionen in diesem Jahr hergestellten Fahrzeuge bedeuteten einen Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, räumte das Management in Tokio ein. Der japanische Automarkt schrumpfte schätzungsweise noch stärker - und hat nächstes Jahr einiges aufzuholen, meinen Experten. Toyota dürfte das nutzen.
Profitieren wollen die Japaner auch vom amerikanischen Automarkt, dem 2012 ebenfalls ein Wachstum zugetraut wird. Die USA leiden noch immer unter den Nachwirkungen der jüngsten globalen Finanzkrise. Viele Amerikaner fahren alte Autos - der Nachholbedarf ist hoch. Toyota ist traditionell stark in den USA.
Erst im November hatte das Unternehmen dort sein viertes Werk eröffnet. Nachgedacht wird zudem über einen weiteren Ausbau der Produktion in Nordamerika. Branchenbeobachter halten in den nächsten Monaten einen Preiskampf bei den US-Autohändlern für möglich: "Wenn jemand Marktanteile erobern will, kann das wieder eine Rabattschlacht bedeuten", sagt Autoanalyset Frank Schwope von der Nord-LB.
Weltweit dürfte der Automarkt 2012 leicht zulegen. Eine Ausnahme bildet Europa, wo Branchenbeobachter mit einem Rückgang der Verkäufe rechnen. Die Folgen der Schuldenkrise könnten den Absatz auf dem Kontinent zwischen drei bis sieben Prozent drücken, schätzt Schwope. Der Markt in Deutschland werde dabei vermutlich stagnieren oder leicht zurückgehen.
Von China erwarte die Branche dagegen weiter ein stabiles Wachstum. Die Schätzungen sagen ein Plus zwischen drei und sechs Prozent vorher, sagt der Autoanalyst.
Gute Aussichten insgesamt also für Toyota. Das Management denkt auch schon mal voraus: 2013 soll die Produktion weiter auf 8,95 Millionen Autos gesteigert werden. Allerdings könnten viele Ungewissheiten die Entwicklung beeinflussen: Nach unten, aber auch nach oben.
Schwope traut dem Unternehmen einiges zu: "Nach ausgestandener Krise und einem 'Übergangsjahr' 2012 sollten die Japaner spätestens 2013 wieder Standards in der Industrie setzen und alte Stärke wiedererlangen. Das klingt nach harter Konkurrenz - nicht nur für VW und GM.
Quelle: Financial Times Deutschland
Hal schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 21:16:13
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Autos
Habe in Südamerika (Brasilien, Uruguy, Argentinien) hunderttausende chinesische Autos in Häfen gesehen. Etwa Golf-Klasse jedoch zu 25
% des Golf-Preises. Ich fürchte da wird es in Zukunft für alle Hersteller ein Erwachen geben.
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festus12 schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 21:11:59
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allererstes Auto
war ein VW Käfer mit dem geteilten Rückfenster und er lief und lief und kletterte an jedem mercedes vorbei die Bergpässe
hoch wenn wir zum Skifahren nach Österreich sind. Verstehe den bekloppten hype nicht mehr den die Autohersteller heute so bringen. Jeder kauft sich das Auto das er haben möchte und ich fahre jetzt einen schönen schwarzen Opel Astra Turbo, der heizt meinen Sitz und mein lenkrad und läuft und läuft und wird mich auch überall hinbringen.
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Andre´ schrieb:
am 22. Dezember 2011 um 21:10:45
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(182)
Toyota, der Welthersteller
VW zittert doch schon vor Hyundai wie es hier im Video VW Chef Winterkorn eindrücklich bewies. Toyota und GM
spielen doch ein einer derart hohen Liga wo China Autobauer wie VW nie hochkommen.
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