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Pkw-Absatz bei Daimler rauscht weiter in die Tiefe
06.03.2009, 17:01 Uhr
Schwere Zeiten für Daimler.Der Pkw-Absatz bei Autobauer Daimler rauscht weiter in die Tiefe. Im Februar seien die Verkäufe um etwa ein Viertel eingebrochen, teilte Vertriebschef Klaus Maier in Stuttgart mit. Insgesamt lieferten die Stuttgarter 72.200 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, AMG, Smart und Maybach aus. Das sind 25,4 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Besonders schmerzhaft fiel erneut der Rückgang bei der Kernmarke Mercedes-Benz aus. Hier gab es im Vergleich zum Februar 2008 ein Minus von 28 Prozent auf 63.600 Autos. Damit trifft die Autokrise Daimler wie auch die anderen deutschen Premiumhersteller BMW und Audi weiter mit voller Wucht.
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Krise belastet Daimler enorm
Selbst beim Kleinwagen Smart, der im Januar beim Absatz noch leicht zugelegt hatte, sanken im Februar die Verkäufe um zwei Prozent auf 8600 Autos. Der Rückgang des Pkw-Absatzes habe sich auf fast alle Märkte erstreckt, teilte
Daimler mit. In Westeuropa erlebten die Stuttgarter im Februar die stärkste Talfahrt. Hier sackte der Absatz um fast ein Drittel ab. In Deutschland verkaufte der Premiumhersteller rund ein Viertel Autos weniger als vor einem Jahr, in den USA gut ein Fünftel weniger. Einziger Lichtblick war China: Dort legte der Absatz um 17,4 Prozent zu.
Kleinwagen-Segment soll ausgleichen
Hoffnung setzt Daimler wegen der Abwrackprämie auf dem deutschen Markt nun vor allem auf das Kleinwagen-Segment. "Seit einigen Wochen spüren wir in Deutschland ein wachsendes Interesse an unseren Neuwagen und jungen Gebrauchten", sagte Maier laut Mitteilung. Auf dem heimischen Markt seien im Februar 28 Prozent mehr smart fortwo verkauft worden als vor einem Jahr. "Zudem stiegen die Auftragseingänge für die A- und B-Klasse deutlich."
Fast ein Drittel weniger Auslieferungen
Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte bereits angekündigt, dass das Unternehmen 2009 voraussichtlich weniger Autos verkaufen werde als 2008. Im Januar und Februar sank der Pkw-Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut 28 Prozent. Allein von der Kernmarke Mercedes-Benz wurden fast ein Drittel weniger Fahrzeuge ausgeliefert.
Krise trifft gesamte Branche
Auch der Absatz bei den Konkurrenten Audi und
BMW ist weiter auf Talfahrt. Audi verkaufte im Februar elf Prozent weniger Autos und BMW-Chef Norbert Reithofer hatte vor wenigen Tagen eine ähnliche Absatzentwicklung wie im Januar angekündigt. Die Verkaufszahlen der Münchner waren damals um rund ein Viertel eingebrochen.
Daimler-Chef sieht Belebung erst gegen Jahresende
Auf eine Belebung der Märkte hofft Daimler-Chef Zetsche erst zum Jahresende. 2010 könnte es dann wieder eine Absatzsteigerung geben, hatte er vor wenigen Tagen auf dem Autosalon in Genf gesagt. Im Gesamtjahr 2008 hatte Daimler dank eines starken ersten Halbjahres und hohen Zuwachsraten beim Smart den Absatzrückgang noch in Grenzen gehalten. Mercedes-Benz Cars lieferte 1,25 Millionen Autos aus. Das waren 2,3 Prozent weniger als im Rekordjahr 2007.
Konzern weitet Kurzarbeit aus
Zudem weitet Daimler die Kurzarbeit in seinen Pkw-Werken wegen der dramatischen Absatzkrise bis Ende Juni aus. Betroffen seien mehrere zehntausend Mitarbeiter, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dabei sollen für jeden Standort zwischen Werksleitung und Betriebsrat individuelle Regelungen vereinbart werden. Derzeit arbeiten mehr als 50.000 Beschäftigte des Premiumherstellers kurz.
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Quelle: dpa-AFX
, t-online.de
, dpa